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NEUIGKEITEN & Trends in der Medizin/Zahnmedizin Thema, Tausende Tote nach Behandlungsfehlern im Spital in DDr. Belsky berät Sie persönlich; Tausende Tote nach Behandlungsfehlern im Spital, Ärzte mit veraltetem Wissen: Ein neues Aufreger-Buch sorgt für Diskussionen. Vor allem in kleinen ...
  1. #1
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    10.591

    Tausende Tote nach Behandlungsfehlern im Spital

    Tausende Tote nach Behandlungsfehlern im Spital, Ärzte mit veraltetem Wissen: Ein neues Aufreger-Buch sorgt für Diskussionen.

    Vor allem in kleinen Krankenhäusern passieren Fehler. Es sind Zahlen, die bei so manchem Spitalspatienten ein mulmiges Gefühl im Bauch hinterlassen werden: Jedes Jahr sterben in Österreichs Krankenhäusern 2500 Menschen an Behandlungsfehlern. Ein Beispiel: Bei den sieben Magenoperationen, die 2005 im Krankenhaus Neunkirchen (NÖ) durchgeführt wurden, erlitten vier der Patienten schwere Komplikationen, drei davon starben infolge des Eingriffs.
    Nach Schilddrüsenoperationen wiederum landeten 2005 die Patienten in Niederösterreich drei Mal so häufig in der Intensivstation als im Bundesdurchschnitt.

    Mit ebenso beunruhigenden wie umstrittenen Daten wartet Medizinjournalist Kurt Langbein in seinem neuen Buch "Verschlusssache Medizin" auf. Eine seiner Quellen war ein interner Qualitätsbericht der nö. Spitalsholding. "Als klar wurde, welche erschreckenden Daten er enthält, wurde er zur Verschlusssache gemacht", sagt Langbein.

    Erfahrung fehlt
    Dass so viel schiefgehe, habe gleich mehrere Gründe: "In den kleineren Spitälern sind die Komplikationsraten um bis zu vier Mal höher als im internationalen Vergleich. Das liegt daran, dass sie bei schwierigen chirurgischen Eingriffen nicht auf die nötige Mindestfallzahl kommen." Somit fehle schlichtweg die Erfahrung.

    Eine weitere Fehlerquelle seien übermüdete Ärzte:
    Laut einer Studie im Krankenhaus Steyr wurden 2007 10,7 Prozent aller Operationen von Ärzten durchgeführt, die schon länger als 24 Stunden Dienst hatten. In fast fünf Prozent der Fälle traten schwere Komplikationen auf – das ist doppelt so häufig wie während der Normalarbeitszeit.

    Kein anderes Land – so Langbein – habe eine so hohe Versorgung mit Spitalsbetten wie Österreich. Um ihren Erhalt zu rechtfertigen, greife man nicht selten zu fragwürdigen Mitteln: "Wo immer das Schließen eines Spitals oder einer Abteilung diskutiert wird, steigt die Zahl der Operationen sprunghaft an." Während in den anderen Industriestaaten jährlich 90 bis 100 Blinddarm-Entfernungen pro 100.000 Einwohner durchgeführt wurden, waren es in Österreich 2007 196.

    Pro Jahr landen drei von zehn Österreichern im Spital – mehr als überall sonst auf der Welt. Dabei sei die Hälfte aller Klinikaufenthalte unnötig, wie aus einer Studie am KH Horn hervorgehe.

    Bildungslücken

    Kein gutes Haar lässt Langbein auch an der Ärzte-Fortbildung: Gut ein Drittel der Ärzte arbeitet mit dem Wissen aus dem Studium, das 20 bis 30 Jahre alt ist.“ Zwar sei Fortbildung verpflichtend, "doch für die, die sich nicht daran halten, gibt es keine Konsequenzen".

    Der Autor fordert eine Fortbildung, "die unabhängig von den Verwertungsinteressen von Pharmafirmen ist". Das Geld dafür sollte daher von der öffentlichen Hand oder aber aus einem Topf kommen, in den die gesamte Industrie einzahlt. "An ihren Renditen sieht man, dass Geld genug dafür da wäre."

    Autor Kurt Langbein war Mitautor des pharmakritischen Bestsellers "Bittere Pillen".

    Buch Verschlusssache Medizin, Ecowin, 19,95 €.


    "Veraltete Daten, böse Unterstellung, keine Belege"

    Auf Langbeins Buch gibt es von Seiten der Ärzte und Spitäler zahlreiche Reaktionen: Unmut dominiert.

    Langbeins Daten stammen aus 2005/2006 und sind veraltetet. Damals gab es regional Probleme – aber nicht in dem Ausmaß, wie er es darstellt. Mittlerweile hat sich durch die Eingliederung aller NÖ-Spitäler in die Landeskliniken-Holding vieles verbessert", sagt der med. Geschäftsführer Robert Griessner.
    Beispiel Magenkrebs-OPs: "Hier handelte es sich um sehr alte, schwerkranke Menschen. Dass sie nicht überlebt haben, ist – an internationalen Standards gemessen – nicht auffällig. Wir lagen auch vor vier Jahren nirgendwo außerhalb der zulässigen medizinischen Bandbreite." Trotzdem konzentriere man jetzt derartige Risikoeingriffe auf Schwerpunktkrankenhäuser wie etwa Wr. Neustadt.

    "Die Schilddrüsenpatienten lagen auf Überwachungseinheiten, das waren keine Intensivstationen. Seit Übernahme der nö. Spitäler in die Holding gelang es, die Zahl der Schilddrüsenpatienten auf solchen Einheiten um 40 Prozent zu senken."

    Seit 2008 werden an allen 27 Standorten 50 "Qualitätsindikatoren" (z. B. Sterblichkeit und Komplikationen nach Eingriffen, Häufigkeit der Eingriffe pro Arzt) erhoben: "In vielen Bereichen sind wir bereits nicht nur national, sondern auch international Vorreiter."

    "Den Ärzten mangelnde Fortbildung vorzuwerfen ist eine böse Unterstellung. Mit 20 Jahre altem Wissen kann man nicht arbeiten", sagt Thomas Szekeres, Vizepräsident der Wr. Ärztekammer: "Keine andere Berufsgruppe sieht eine so umfassende Fortbildung vor."

    Die höhere Zahl von Operationen oder Spitalsaufenthalten in Österreich könnte auch ein Hinweis auf eine Unterversorgung im Ausland sein: "Man kann nicht unser hervorragendes System mit weniger guten vergleichen." Das gelte auch für die geschätzte Zahl von 2500 Todesfällen durch Behandlungsfehler: "Dafür gibt es keine Belege." Und schwierige Operationen nach langen Diensten seien sicher nicht der Regelfall.

    Quelle: kurier.at
    Geändert von Belsky (08.03.2009 um 21:28 Uhr)
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