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Neue Materialien – Neue Horizonte!


Das Motto der diesjährigen Veranstaltung war „Neue Materialien – Neue Horizonte“. Kernthema waren die Hochleistungskeramiken, Schlagwort „Zirkon“. Was ist machbar, was ist der Stand der Wissenschaft, was ist Zukunftsmusik! Daneben wurden auch eine Reihe weiterer Themen aufgearbeitet, aber nun zum Detail ...
W. Wagner ging auf das Design gängiger Implantatsysteme ein. Die Entwicklung von den verschiedenen Implantatsystemen wurde aufgearbeitet. Den Beginn machten die heute nicht mehr verwendeten Blattimplantate.
So gegen 1980 wurden Blattimplantate von schraubenförmigen Implantatsystemen abgelöst, das Problem der Blattimplantate war neben der fehlenden Langzeitstabilität, der enorme Knochenverlust bei Implantatentfernungen.
Auch historische Nadelimplantate wurden überflogen, dieses ebenfalls heute nicht mehr gebräuchliche System kann als nichtwissenschaftliche - akademische Reaktion auf die Blattimplantate aufgefasst werden, man wollte so wenig wie nur möglich an Gewebe „verletzten“.
Die Besonderheiten der Implantatoberflächen von heutigen Systemen wurden ebenfalls erläutert, Implantate „verwachsen“ dank dieser modernen Oberflächen mit dem Knochen.
Zur Sprache kam auch die Schraubengeometrie, dank derer, zusammen mit den speziellen Titan Oberflächen, die heutigen am Markt befindlichen schraubenförmigen Implantate, allesamt sehr ausgereift sind.
Keramikimplantate sind erst am Beginn der Erforschung bezüglich Materialeigenschaften; das Oberflächendesign ist bei weitem nicht so weit entwickelt wie bei Titanimplantaten.

Denta´s Fazit - häufig hören Sie von Zahnärzten, dass "Ihr" Implantatsystem einzigartig sei und deshalb die hohen Kosten entstehen würden. Wenn man den Blickwinkel nur auf die Titanschraube fokussiert, dann kosten die am Markt befindlichen und gut etablierten Systeme (Ankylos, Bredent, Branemark, Straumann, Astra, Camlog, Xive, Frialit, …) fast alle gleich viel und sind allesamt sehr ausgereift. Besondere Entwicklungen werden vor allem noch in der Implantat/Kronen (Abutment) Verbindung zu erwarten sein. Hier hat vor allem Ankylos durch den Konus interessante Ergebnisse geliefert. Die Indikation zur Setzung von Keramikimplantaten sollte zurzeit sehr vorsichtig erfolgen, da verlässliche Langzeitergebnisse fehlen!

Bezüglich Implantatkosten lesen Sie auch Patienten Beiträge in unserem Forum!


J. Wiltfang zeigte anhand von einigen Beispielen wieso Keramikimplantate eine interessante Option in der dentalen Implantologie wären. Häufig ist der Knochen der das Implantat umgibt sehr dünn, das führt dazu, dass die graue Farbe des Implantates durch die Schleimhaut hindurch schimmert. Zwar kann man durch Schleimhaut und/oder Knochentransplantationen so etwas verhindern, durch Keramikimplantate wären solche Operationen aber vermeidbar.

Mit Hilfe diverser Studien wurden Titanimplantate und Keramikimplantate gegenübergestellt und es zeigt sich, dass bezüglich

  • der Biokompatibilität (Verträglichkeit) Keramikimplantate gering den Titanimplantaten überlegen sind
  • der knöchernen Einheilung Titanimplantate ein wenig den Keramikimplantaten überlegen sind
  • der Festigkeit Titan der Keramik überlegen ist
  • der Einheilungszeit ebenfalls Titan der Keramik überlegen ist

wobei die Datenlage sehr dünn ist.

Interessant war eine Studie, aus der chirurgischen Orthopädie, die zeigte, dass Titanspähne stärker als Keramikspähne, Entzündungszellen aktivieren. Ob das neben der Bakteriensuppe, die sich bei Steckverbindungen zwischen Implantat und Abutment befindet, mit ein Grund für die Tellerförmigen Defekte bei vielen Implantatsystemen ist wurde nicht erläutert. Auch hier ist der Konus von Ankylos eine interessante Option.

Mehr dazu können Sie in einem unserer Threads im Forum lesen.
J. Kohal ging nochmals auf die zurzeit am Markt befindlichen unterschiedlichen Keramikimplantatsysteme ein und unterstrich die Bedeutung weiterer gut durchgeführter Studien, bevor an eine breite Anwendung von Keramikimplantaten zu denken ist.

Einen Beitrag zu diesem Thema finden Sie auch im Forum
Denta´s Fazit – Keramikimplantate stehen erst am Beginn der Erforschung und Sie sollten sich nicht durch die „weiße“ Farbe und die Werbung beirren lassen. Zwar sind die ersten Ergebnisse vielversprechend, aber eine Interpretation der Langzeithaltbarkeit kann aus diesen Daten noch nicht abgeleitet werden.
W. Semper zeigte, dass Stegkonstruktionen durchaus 12mm nach hinten über das letzte Implantat ragen können und das es dadurch zu keinem vermehrtem Knochenaufbau kommt. Das bedeutet für Sie weniger Implantate, in der Regel kommt man mit 4 Implantaten im Unterkiefer und 6 Implantaten im Oberkiefer aus.

B. Pjetursson zeigte in seinen Arbeiten, dass auch kurze Implantate gut halten können und das viele Knochenaufbauende Operationen nicht notwendig sind. Vor allem im Unterkiefer sind Implantatlängen von 6-8 mm häufig ausreichend.

A.Schrott zeigte die Bedeutung des verhornenden Zahnfleisches für das Implantat auf. Unser Zahnfleisch besteht aus 2 Bereichen, ein Bereich, welcher unmittelbar um den Zahn aufliegt ist fest mit dem Knochen verwachsen, ein Bereich etwas unterhalb dieser sogenannten Gingiva fixa, ist nicht verwachsen – die sogenannte Gingiva libra. In seiner Studie zeigte er, dass für

  • die Ansiedelung von Zahnbelag wangenseitig die Gingiva fixa keine Rolle spielt, wohl aber zungenseitig
  • auftretende Blutungen (Zahnfleischbluten) die Gingiva fixa sowohl zungen- als auch wangenseitig keine Rolle spielt
  • das zurückweichen des Zahnfleisches (Rezessionen) die Gingiva fixa wangenseitig eine Rolle zu spielen scheint.

Für eine eindeutige Empfehlung von Schleimhauttransplantationen müssen seiner Meinung nach noch weitere Studien durchgeführt werden …

P. Thomas brachte schöne Studien zum Thema „Titan Allergie“. Nach wie vor gibt es keine beschriebene Allergie gegenüber Titan, auch ist ein Allergietest (Epikutantest) aufgrund von Fehlen standardisierter Reagenzien zurzeit nicht möglich. Trotzdem werden häufig für viel Geld dem Patienten solche „Allergietest“ angedreht, oder aber der Patient wird in die Irre geführt. Er erläuterte diese Irreführung am „Lymphozyten Transformations Test“ (LTT). Mithilfe dieses Testes wird die Aktivierbarkeit (Sensibilität) von Lymphozyten getestet, eine erhöhte Aktivierbarkeit bedeutet aber noch lange keine Allergie.
Denta´s Fazit – Erkundigen Sie sich ob auch wirklich so „viele“ Implantate notwendig sind, fragen Sie genauer nach wieso z.B. 7, 8, oder gar 10 Implantate gesetzt werden sollen. Häufig läßt sich durch gute Prothetik die Anzahl der Implantate reduzieren. Seien Sie vorsichtig mit dem sogenannten Stanzen, häufig ist das Stanzen der Schleimhaut eine sehr schonende Art ein Implantat zu setzten, jedoch nur wenn ausreichend Gingiva fixa vorhanden ist. Im Oberkiefer kann häufiger gestanzt werden als im Unterkiefer. Wenn Sie einmal mit einem Implantat Beschwerden haben, geben Sie sich nicht mit dem Satz: „Sie vertragen halt keine Implantate …Titanallergie“ zufrieden, fragen Sie genauer nach, woran das liegen könnte.

Mehr zu dem Thema Metallunverträglichkeiten finden Sie auch im Forum
22. Kongress der deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) in Frankfurt am Main
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