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Top-Beitragsschreiber: Belsky (4.832)
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Frage - Antwort! Thema, Stromstossartiger Schmerz in DDr. Belsky berät Sie persönlich; Hallo, ich bin seit einigen Wochen in zahnärztlicher Behandlung. Bisher wurden unten li. 4 Backenzähne mit Keramik gefühlt, oben re. ...
  1. #1
    Majon29 Gast

    Unglücklich Stromstossartiger Schmerz

    Hallo, ich bin seit einigen Wochen in zahnärztlicher Behandlung. Bisher wurden unten li. 4 Backenzähne mit Keramik gefühlt, oben re. der Weissheitszahn auch. Oben li der Weissheitszahn wurde mir vor 3 Tg gezogen, damit habe ich auch keine Probleme, Wunde ist schon fast zu und Schmerzen hab ich auch keine. Mein Problem ist nun das auf der re. Seite wo der Weissheitszahn mit Keramik gefüllt wurde, schmerzt jetzt ein Backenzahn. Der Schmerz fühlt sich wie ein stromstoss an hält auch nur ein paar sekunden an, danach ist alles wie weggeflogen. Das hatte ich bisher jetzt 3 mal und ich kriege fast eine Gesichtslähmung so schlimm ist der Schmerz. Vielleicht kann ja jemand weiterhelfen. Danke

    Dann hätte ich noch eine Frage zum Bleaching. Was halten sie vom Snow White II, was man im Internet kaufen kann?
    Geändert von Majon29 (05.10.2007 um 20:46 Uhr)

  2. #2
    Avatar von Belsky
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    AW: Schmerz

    Liebe Majon!


    Es kann ein empfindlicher Zahnhals sein - beim ZA versiegeln bringt deutliche Linderung.

    Auch kann der Zahn durch den Beschliff, die Chemikalien soweit geschädigt worden sein, dass er nun wurzelbehandelt werden muss ... umso wahrscheinlicher, umso tiefer der Defekt war ...
    Wir hoffen Ihnen ein bisschen geholfen zu haben und verbleiben Hochachtungsvoll



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    DDr. J.M. Belsky

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    Aussagen in diesem Forum stellen keine medizinische Diagnose dar. Unsere Antworten und Überlegungen beziehen sich auf Ihre schriftlich dargestellten Schilderungen. Ärztlich medizinische Diagnosen können nur nach eingehender klinischer Untersuchung (Befundung) gestellt werden. Eine Diagnose ist die Voraussetzung für die richtige Therapie (Befundung >> Diagnose >> Therapie). Eventuell angegebene Preise dienen grob zu Ihrer Information, es handelt sich nicht um einen Kostenvoranschlag. Wir behalten uns zudem das Recht vor, Preise individuell zu ändern.

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    和平

  3. #3
    Majon29 Gast
    Danke für ihre Antwort. War nun heute beim Zahnarzt. Ich habe nun eine Überweisung zum Neurologen bekommen. V.a. Trigeminus neuralgie. Kann es sein, das der Zahnarzt mir beim bohren den Nerv zerstört hat? Es wurde ja der letzte Zahn gefüllt, der Schmerz ist aber unter dem drittletzten Zahn. Auf meinen Röntgenbildern konnte die Ärztin nichts erkennen, der Zahn wäre ok. Sie hat einen Drucktest durchgeführt und die Zähne Kälte ausgesetzt, darauf habe ich nicht reagiert.
    Ich mach mir nun echt Sorgen das es wirklich die Trigeminus Neuralgie ist, die Tabletten die man da schlcuken muss sind nicht ohne.

  4. #4
    Avatar von Belsky
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    AW: Trigeminusneuralgie

    Liebe Majon29!

    Ich glaube nicht dass Sie an einer Trigeminusneuralgie leiden, dazu sind die Schmerzen in einem zu deutlichen "Zusammenhang" mit der Versorgung entstanden...

    Mich macht ein bisschen stutzig, Sie sagen Sie spürten die Kälte nicht.... eigentlich ein Zeichen dass der Zahn "abgestorben" sein könnte - genauer gesagt, dass der "Zahnnerv" schaden gezogen hat, denn ein gesunder Zahn leitet den Kältereiz weiter.

    Somit hätten Sie den Übeltäter, vielleicht reden Sie noch einmal mit der ZA, oder lassen einen anderen Kopf drauf schauen - mehr Köpfe, mehr Gedanken - bevor Sie Medikamente bis zum Umfallen schlucken...
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    和平

  5. #5
    Majon29 Gast
    ich wollte eigentlich damit sagen, ich spürte einen normalen Reiz, als mir Kälte auf den Zahn gehalten wurde, nicht diesen Strommstossartigen Schmerz. Gestern der Tag war etwas angenehmer, der Schmerz war nicht ganz so oft und nicht ganz so schlimm wie sonst. Mein Freund meint auch, das hängt mit der vergangenen Zahnbehandlung in Verbindung und das würde sich wieder legen. Nun muss ich leider bis zum 29.10 warten bis ich den Termin beim Neurologen habe. Die Symptome die ich habe stimmen aber genau mit einer Trigeminusneuralgie überein. Ich frag mich jetzt nur ob so eine Zahnbehandlung sowas auslösen kann. Dann wäre ich lieber nicht hingegangen, weil ich habe ziemlich selten Probleme mit meinen Zähnen gehabt, geschweige den mal schmerzen.

    Liebe Grüsse
    Majon

  6. #6
    Avatar von Belsky
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    AW: Trigeminusneuralgie

    Liebe Majon29!

    Wären Sie so lieb und könnten Sie Ihre Schmerzen nochmals beschreiben:

    • Dauer (Minuten, Stunden, durchgehend)
    • Art (Spitz, stumpf, pochend, ...)
    • Lokalisation (lokal, diffus)
    • Intensität (1-10 - 10 ist unerträglich)
    • Begleitsymptome (rinnende Nase, rote Augen, keine, ...)
    • Trigger (auslösbar durch z.B. kaltes Wasser, kauen, sprechen ...)


    Sagen Sie mir bitte auch wo genau Sie Schmerzen haben, bis zum Auge, hinter dem Auge, im Kiefer usw.
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    和平

  7. #7
    Majon29 Gast
    Also der Schmerz kommt aus heiterem Himmel schlägt wie ein Blitz ein dauert ca 5-10 Sekunden und ist dann wieder weg. Würde den Schmerz auf einer Schmerzskala von 1-10 auf 9-10 einstufen. So einen Schmerz hatte ich vorher och nie erlebt. Der Schmerz sitzt genau unter dem Backenzahn, Begleitsymptome habe ich keine nur das manchmal nach diesem "Schlag" für ca. 1 minute, der ganze rechte Oberkiefer schmerzt. Kann nicht sagen, dass der Schmerz durch etwas ausgelöst wird, manchmal kommt er beim essen, manchmal sitze ich nur ruhig da und der Schmerz wird ausgelöst. Heute zum Beispiel hatte ich noch nicht einmal diesen Schmerz. Gestern in abgeschwächter Form ca. 7 mal am Tag.
    Ich habe davon gelesen das man die Krankheit ab einem Alter von ca. 50 bekommen kann und auch sehr selten ist, ich bin gerade mal 29

    Liebe Grüsse Majon

  8. #8
    Avatar von Belsky
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    AW: Trigeminusneuralgie

    Liebe Majon29!

    Für mich klingt dies nicht nach einer TN, aber man müßte Sie genauer untersuchen - ich denke es ist ihr Zanderl.

    Ich habe Ihnen bezüglich TN etwas zusammen geschrieben - wenn Unklarheiten einfach Fragen:

    Klinik
    Patienten mit Trigeminusneuralgie (TN) leiden unter extrem heftigen, scharfen, elektrisierenden, blitzartig einschießenden, durch Kauen und Sprechen auslösbaren Schmerzattacken. Die Dauer beträgt Sekunden, gelegentlich auch bis zu 2 Minuten. Schmerzattacken können durch einfachste Berührung, z. B. mit einem Haar, ausgelöst werden. Andere Auslöser sind kalte Luft, Sprechen, Kauen, mimische Bewegungen, Zähneputzen und emotionaler Stress. Die sogenannten Triggerzonen können sehr klein sein, manchmal nur ein bis zwei Millimeter. Multiple Attacken können täglich über Wochen bis Monate auftreten. Dumpfe, brennende oder klopfende Schmerzen können vorkommen, auch in Form eines Prodromalstadiums. Am häufigsten sind die Trigeminusäste V2 (Oberkiefer) und V3 (Unterkiefer) betroffen, entweder allein oder in Kombination, selten (4-17 %) die Äste V1, V2 und V3 zusammen.

    Epidemiologie
    90 % der Fälle beginnen nach dem vierzigsten Lebensjahr mit zunehmender Tendenz mit höherem Lebensalter. Aufgrund der höheren Lebenserwartung sind etwa anderthalb mal soviel Patientinnen betroffen. Die jährliche Inzidenz liegt bei 3.4/100000 für Männer und bei 5,9/100.000 für Frauen. Die Inzidenz der TN wird im Vergleich zur GN auf 4,7 zu 0,8 auf 100000 geschätzt.

    Ätiologie
    Bei der idiopathischen TN handelt es sich meist um ein vaskuläres Kompressionssyndrom mit pathologischen Kontakten zwischen einem (elongiertem) Gefäß und der Nervenwurzel unmittelbar nach Austritt aus dem Hirnstamm, im Falle der TN meist der Arteria cerebelli superior. Durch ständige Pulsationen entstehen segmentale Demyelinisierungen (Nervenhülle löst sich auf) der jeweiligen Nervenwurzel mit Fehlverbindungen, die als Ursache der Schmerzen angesehen werden.

    Die Spezifität und Sensitivität der Korrelation zwischen dem MRT-Befund eines Gefäß-Nerven-Kontakts und der Symptomatik der TN liegt in den jüngeren Studien eher unter 80 %, wohingegen die Korrelation zwischen dem MRT-Nachweis von Plaques im Hirnstamm bei MS und der TN besser zu sein scheint.

    Die Darstellung sollte Magnetresonanzangiograpie mit der genauer Beurteilung der Einzelschichten aus dem Schichtstapel umfassen, um etwaige Gefäßschlingen in direkter Nachb*****aft zu detektieren sowie engschichtige coronare und axiale Darstellung des Kleinhirnbrückenwinkels und Ganglion Gasseri in T1 und T2-Gewichtung, sowie T1 mit Kontrastmittel und optional mit Fettsättigung umfassen. Umstritten ist daher, inwieweit es überhaupt eine „idiopathische“ TN gibt. Wahrscheinlich entsprechen die bislang als „idiopathisch“ klassifizierten Formen einer im MRT nicht nachweisbaren Form der vaskulären (Mikro-) Kompression.

    TN aufgrund von Hirnstammläsionen bzw. raumfordernder Prozesse, wie Akustikusneurinome oder anderer Prozesse im Bereich des Kleinhirnbrückenwinkels kommen differentialdiagnostisch in Betracht. Sie führen indirekt zu einem pathologischen Gefäß-Nervenkontakt, da die Raumforderung die Wahrscheinlichkeit einer vaskulären Kompression begünstigt.

    Bei der multiplen Sklerose als Ursache für eine Trigeminusneuralgie führt die Schädigung der Myelinscheide im Bereich der Eintrittsstelle der Nervenwurzel zu den Schmerzattacken. Die Abgrenzung symptomatischer Formen ist vor allem in Hinblick auf die Wahl invasiver Therapiemaßnahmen von Bedeutung. Es gibt zudem bei der MS aufgrund von Fallbeobachtungen eine Evidenz für eine spezifische Behandlung dieser Form mit Misoprostol 3 * 200 mg. Außerdem gibt es offene Studien, die auf eine Wirksamkeit von Lamotrigin und Gabapentin hinweisen.

    Unter einer ebenfalls differentialdiagnostisch in Betracht zu ziehenden Trigeminusneuropathie versteht man Schmerzsyndrome nach Läsionen des N.trigeminus (durch Trauma, HNO-ärztliche und zahnärztliche Eingriffe, Zustand nach destruktiven Eingriffen im Bereich des N. trigeminus). Klinisch findet sich hier häufiger ein zusätzlicher Dauerschmerz zwischen den Attacken sowie eine Sensibilitätsstörung im Trigeminusversorgungsbereich. Die Kombination von Trigeminusneuralgie und Clusterkopfschmerz scheint eine eigene Entität darzustellen.

    Dauer
    In der Regel ist der Verlauf progredient, in den Anfangsstadien finden sich noch schmerzfreie Intervalle von mehreren Monaten oder sogar länger als einem Jahr. 29 % der Patienten haben nur eine Episode in ihrem Leben, 28 % dagegen drei und mehr Episoden. In den ersten 5 Jahren treten jährlich bei 21 % der Patienten erneute Attacken auf. Mehr als die Hälfte der Patienten hat im weiteren Verlauf eine mindestens 6-monatige, ein Viertel eine zwölfmonatige Remission.

    Differentialdiagnose
    Wichtige neurologische Differentialdiagnosen der idiopathischen Trigeminusneuralgie

    Cluster-KS
    SUNCT-Syndr.
    Atypischer Gesichtsschmerz
    Trigeminus-Neuropathie
    Cervikogener Kopfschmerz
    Occipital-Neuralgie
    Migräne ohne Aura
    Spannungskopfschmerz

    TN: Trigeminusneuralgie;
    CPH: Chronisch paroxysmale Hemicranie;
    SUNCT: Shortlasting unilateral neuralgiform Headache with conjunctival injection and tearing

    Therapie Stand 2005 für Sie nicht so interessant, aber häufig merkt man erst durch die Therapie ob man auf das richtige Boot gesetz hat

    Das Vorgehen ist zunächst stets konservativ, nur bei Versagen der medikamentösen Therapie kommen operative Verfahren in Betracht. Psychotherapeutische Verfahren sind wirkungslos und nur bei erhöhter Suizidgefahr als begleitende Maßnahme indiziert. Unwirksam, leider aber immer wieder praktiziert, sind naturgemäß alle operativen Maßnahmen im Gesichtsschädelbereich wie Zahnextraktionen oder Kieferhöhlenoperationen.
    Das Hauptziel besteht in der Attackenprophylaxe. Die einzelne Schmerzattacke klingt so früh ab, dass jede Therapie zu spät kommen würde. Im Bedarfsfall kann die medikamentöse Prophylaxe mit Antiepileptika sehr rasch aufdosiert werden. Rasche Schmerzfreiheit lässt sich z.B. durch langsame i.v. Injektion von 250 mg Phenytoin erzielen. Bei älteren Patienten kann eine langsamere Metabolisierungsgeschwindigkeit vorliegen, es sollten etwa 5 bis 10 mg/min, maximal 25 mg/min appliziert werden. Es schließt sich eine orale Therapie mit einer Dosis von 3 mg/kg Körpergewicht in verteilten Dosen an. Erfahrungsgemäß tolerieren extrem Schmerz geplagte Patienten mit häufigen Attacken nach entsprechender Aufklärung Nebenwirkungen der Antikonvulsiva, die bei raschem Aufsättigen in der Regel auftreten.


    Operative Therapie
    Für die etwa 30-50 % der Patienten, die unter medikamentöser Behandlung nicht schmerzfrei werden, kommen operative Verfahren in Frage. Operative Verfahren sollten nur bei belegter Pharmakoresistenz, definiert als unzureichende Wirkung von mindestens 2-3 generell akzeptierten Antiepileptika, eingesetzt werden.


    Ich hoffe Ihnen ein bisschen gedient zu haben, natürlich sollten Sie bei fortbestehen der Beschwerden zum Neurologen gehen, trotzdem denke ich es klingt eher wie der Zahn, es fehlen Ihnen die Triggerreize ...

    Nochmals möchte ich betonen, dass dies der Infostand der deutschen Kopfschmerzges. von 2005 ist ...
    Wir hoffen Ihnen ein bisschen geholfen zu haben und verbleiben Hochachtungsvoll



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    DDr. J.M. Belsky

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    和平

  9. #9
    Majon29 Gast
    vielen Dank für ihre Mühe. Werde mich auf jeden Fall mal von einem Neurologen checken lassen. Triggerreize fehlen dann ja wirklich, weil der Schmerz durch nichts besonderes ausgelöst wird. Das komische ist ja auch das der Schmerz erst in der zweiten Tageshälfte auftritt also erst am späten Nachmittag
    Liebe Grüsse Majon

  10. #10
    Majon29 Gast
    so war jetzt gerade nochmal beim Zahnarzt, weil li. oben noch ein Backenzahn fällig war zum füllen. Die zahnärztin meinte aber das machen wir heute lieber nicht, wir warten bis ich beim Neurologen war. Statt dessen hat sie mir nun einen Abdruck von meinen Zähnen gemacht, damit ich eine Knirschschiene bekomme, soll angeblich den Nerv entlasten. Das ich keine Triggerreize habe, dazu meinte sie, das es sein kann das der Triggerpunkt versteckt ist in der Schleimhaut

    Naja hilft mir wohl wirklich nichts anderes als auf den Termin des Neurologen zu warten

    Liebe Grüsse Majon

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