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Frage - Antwort! Thema, Frage zu Implantaten in DDr. Belsky berät Sie persönlich; Hallo Herr Kollege, Ihre alte Chirurgenlady hat es geschafft und nach Augmentation, Implantation, Vestibulumplastik und Schleimhautransplantation (macht Spass) gestern Ihre ...
  1. #1
    frankk ist offline Denta-Beauté Forumsmitglied
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    Frage zu Implantaten

    Hallo Herr Kollege,

    Ihre alte Chirurgenlady hat es geschafft und nach Augmentation, Implantation, Vestibulumplastik und Schleimhautransplantation (macht Spass) gestern Ihre Implantatversorgung abgeschlossen. Inzwischen ist auch eine Trigeminusneuropathie li. weitestgehend sicher (macht noch viel mehr Spass).

    Ich hätte nun noch Fragen zu den Implantaten.

    Meine Implantate sind auf 26 und 27. Sie sind verblockt und haben laut ZA eine "minderwertigere" Keramikfüllung erhalten. Anders gesagt, ich bekam erst "hohle" Kronen mit der Keramikverblendung (?) außen und dann, nachdem der Biss hergestellt war, wurden die Kronen mit Watte gestopft und dann oben mit dieser Keramik verschlossen. Das sieht nun aus, wie ein Zahn. Vorteil soll sein, dass man bei Problemen die Keramik erhitzen könne und dann mit der Watte wie einen Korken herausziehen könne, um dann an die Schraube heran zu kommen.

    Die Fragen, die ich dazu habe:

    1. Ich kenne nun den genauen Aufbau dieser Implantate nicht, aber besteht nicht die Gefahr, dass durch die Ränder der Keramik (sieht von oben aus wie ein Inlay, nur sind die Ränder deutlicher sichtbar) Bakterien in die Implantate eindringen??

    2. Direkt nach der Versorgung hatte ich Schmerzen an den Kronen im Unterkiefer (Gegenbiss). Auch heute schmerzt es beim beißen. Kann das sein wegen der Nichtbelastung des UK über die letzten 14 Monate? Oder deutet es auf ein noch zu hohes Implantat hin? Es war zuerst zu hoch und wurde dann eingeschliffen. Ich war mir aber bis zum Schluss nicht wirklich sicher, ob das Biss stimmt. Nur wollte ich den Implantaten aber erst einmal Gelegenheit geben zur Eingewöhnung. Fast 1 1/2 Jahre mit Freiendsituation, da muss man sich erst wieder an Zähnchen gewöhnen

    3. Das hintere Implantat hat keinen richtigen Zahnfleischrand von buccal, beide haben keinen Rand von palatinal aus gesehen bzw. das bißchen Zahnfleischrand ist ganz unten am Hals der Krone. Optisch ist das kein Problem, ich denke nur auch hier wieder an Bakterien....Problem ist, dass man die Vestibulumplastik mit der SH-Transp. brauchte, um überhaupt wieder ein Vestibulum zu schaffen. SH für einen Zahnfleischrand gibt es nicht wirklich.
    Sollte und muss ich das noch korrigieren lassen? Das hieße ja wieder eine OP. Ehrlich gesagt habe ich mit meinem hyperästhestischen Infraorbitalis genug zu tun.

    Ich habe mit den 12 OPs etwas viel hinter mir. Es wäre schön, wenn meine Implantate jetzt die nächsten 20 Jahre aushalten würden.

    Viele Grüße an die Front,

    Ihre Chirurgenlady
    Geändert von frankk (31.08.2011 um 11:12 Uhr)

  2. #2
    Avatar von Belsky
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    Sehr liebe Chirurgenlady!

    Trigeminusneuropathie
    Was soll das sein?

    Meine Implantate sind auf 26 und 27. Sie sind verblockt und haben laut ZA eine "minderwertigere" Keramikfüllung erhalten. Anders gesagt, ich bekam erst "hohle" Kronen mit der Keramikverblendung (?) außen und dann, nachdem der Biss hergestellt war, wurden die Kronen mit Watte gestopft und dann oben mit dieser Keramik verschlossen. Das sieht nun aus, wie ein Zahn. Vorteil soll sein, dass man bei Problemen die Keramik erhitzen könne und dann mit der Watte wie einen Korken herausziehen könne, um dann an die Schraube heran zu kommen.
    Klingt als hätten Sie einfach eine verschraubte technische Arbeit erhalten - macht man heute eigentlich nicht mehr - denn man zementiert mit einem temporären Zement - z.B. mit TempBond © und macht die Kronen in einem Stück - einzeln ...

    1. Ich kenne nun den genauen Aufbau dieser Implantate nicht, aber besteht nicht die Gefahr, dass durch die Ränder der Keramik (sieht von oben aus wie ein Inlay, nur sind die Ränder deutlicher sichtbar) Bakterien in die Implantate eindringen??
    Nicht in die Implantate, sondern in die Kronen - außer Mundgeruch wird in diesem Fall nix sein ... aber genau aus diesem Grund macht man das eben nicht mehr so ...

    2. Direkt nach der Versorgung hatte ich Schmerzen an den Kronen im Unterkiefer (Gegenbiss). Auch heute schmerzt es beim beißen. Kann das sein wegen der Nichtbelastung des UK über die letzten 14 Monate? Oder deutet es auf ein noch zu hohes Implantat hin?
    Auf eine zu hohe Krone ...

    Es war zuerst zu hoch und wurde dann eingeschliffen. Ich war mir aber bis zum Schluss nicht wirklich sicher, ob das Biss stimmt. Nur wollte ich den Implantaten aber erst einmal Gelegenheit geben zur Eingewöhnung. Fast 1 1/2 Jahre mit Freiendsituation, da muss man sich erst wieder an Zähnchen gewöhnen
    Nein ... Schmerzen sollten Sie keine haben beim beißen ...

    3. Das hintere Implantat hat keinen richtigen Zahnfleischrand von buccal, beide haben keinen Rand von palatinal aus gesehen bzw. das bißchen Zahnfleischrand ist ganz unten am Hals der Krone. Optisch ist das kein Problem, ich denke nur auch hier wieder an Bakterien....Problem ist, dass man die Vestibulumplastik mit der SH-Transp. brauchte, um überhaupt wieder ein Vestibulum zu schaffen. SH für einen Zahnfleischrand gibt es nicht wirklich.
    Wichtig ist, das die Implantate im Knochen sind, der Rest ist bis auf die Ästhetik wurst ...

    Ich habe mit den 12 OPs etwas viel hinter mir. Es wäre schön, wenn meine Implantate jetzt die nächsten 20 Jahre aushalten würden.
    Das wünsche ich Ihnen aus ganzem Herzen!
    Wir hoffen Ihnen ein bisschen geholfen zu haben und verbleiben Hochachtungsvoll



    im Namen des
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    DDr. J.M. Belsky

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    Aussagen in diesem Forum stellen keine medizinische Diagnose dar. Unsere Antworten und Überlegungen beziehen sich auf Ihre schriftlich dargestellten Schilderungen. Ärztlich medizinische Diagnosen können nur nach eingehender klinischer Untersuchung (Befundung) gestellt werden. Eine Diagnose ist die Voraussetzung für die richtige Therapie (Befundung >> Diagnose >> Therapie). Eventuell angegebene Preise dienen grob zu Ihrer Information, es handelt sich nicht um einen Kostenvoranschlag. Wir behalten uns zudem das Recht vor, Preise individuell zu ändern.

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    和平

  3. #3
    frankk ist offline Denta-Beauté Forumsmitglied
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    Beiträge
    84

    Re

    Hallo!

    Danke und viele Grüße nach Wien.

    Die Trigeminusneuropathie ist fast dasselbe wie eine Trigeminusneuralgie, nur mit Dauerschmerzen statt einschießenden Schmerzen. Die Schmerzstärke ist aber indentisch. Es unterscheidet sich von den atypischen Gesichtsschmerzen wird aber oft gemeinsam mit diesen genannt. Fängt oft am oberen 26er an (bei mir auch) und kann mit Sensibilitätsausfallen einhergehen. Ich hatte nur Parästhesien und nun eine Hyperästhesie, was bedeutet, dass ich schon in die Luft gegangen bin, wenn die Gingivaformer nach Abdrücken wieder eingesetzt wurden.

    Neuere Forschungen gehen in die Richtung, dass eine Überaktivität des anterioren cingulären Cortex vorliegen könnten

    lesen mal hier
    Trigeminal Neuropathic Pain Alters Responses in CNS Circuits to Mechanical (Brush) and Thermal (Cold and Heat) Stimuli

    Bei Pat. mit Trigeminusneuropathie ist dieser möglicherweise überaktiv.

    Fazit: Imitiert starke Schmerzen in den Zähnen, so dass man Wurzelbehandlungen , WSRs etc macht, aber der Schmerz kommt nach kurzer Zeit unverändert wieder. Es folgen Extraktionen......bis hin zum reihenweisen Zahnverlust.

    Ich hatte Glück, dass ich nach einem Zahnarztwechsel einen ZA getroffen hatte, der sich geweigert hat, noch mehr Zähne zu ziehen, da er mich nicht zum Zahnkrüppel machen wollte. Ich war zuerst supersauer. Heute bin ich ihm dankbar. Ich habe immer noch Schmerzen im 25er. Aber der Zahn ist noch drin und mit Amitryptilin, Gabapentin und vor allem (!!!!!!!) therapeutischer LA mit Carbostesin sind die Schmerzen deutlich gesunken bis hin zu schmerzfreien Tagen.
    Momentan warte ich ab, ob es nun - nach Beendigung aller OPS - vielleicht sogar ganz zur Ruhe kommt.

    Viele Grüße

    Die Chirurgenlady

  4. #4
    Avatar von Belsky
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    Sehr liebe Frankk!

    Die Trigeminusneuropathie ist fast dasselbe wie eine Trigeminusneuralgie, nur mit Dauerschmerzen statt einschießenden Schmerzen. Die Schmerzstärke ist aber indentisch. Es unterscheidet sich von den atypischen Gesichtsschmerzen wird aber oft gemeinsam mit diesen genannt. Fängt oft am oberen 26er an (bei mir auch) und kann mit Sensibilitätsausfallen einhergehen.
    Ich werde diesbezüglich einmal ein Video machen, denn schreiben ist mir zu mühsam, zudem muss ich das genauer belegen bei Kollegen ... Sie haben aber keine Neuropathie, denn die gibt es nicht ...

    Ich hatte nur Parästhesien und nun eine Hyperästhesie, was bedeutet, dass ich schon in die Luft gegangen bin, wenn die Gingivaformer nach Abdrücken wieder eingesetzt wurden.
    Wird beim Abdruck zu lange gewartet, dann kollabiert das ZF und beim Eindrehen der GV wird das ZF gequetscht - manchmal braucht man da sogar ein Lokalanästhesie Gel - man muss eben schnell machen ...

    Neuere Forschungen gehen in die Richtung, dass eine Überaktivität des anterioren cingulären Cortex vorliegen könnten
    Blödsinn - aber dazu kommen wir im Film ...

    lesen mal hier
    Trigeminal Neuropathic Pain Alters Responses in CNS Circuits to Mechanical (Brush) and Thermal (Cold and Heat) Stimuli
    Die Studie ist schlecht ... hat viele offene Fragen und arbeitet mit Halbwahrheiten ... eine kleine Denkaufgabe für Sie: Hat die Studie ausgeschlossen, dass das was die Studie am Bildschirm zeigt, also die schönen grafischen Darstellungen des Hirns mit den schönen Farbverläufen vom "an den Schmerz denken", oder vom Schmerz selber kommt

    Bei Pat. mit Trigeminusneuropathie ist dieser möglicherweise überaktiv.
    So spricht ein Arzt der noch nie in einem Labor gestanden hat ...

    Fazit: Imitiert starke Schmerzen in den Zähnen, so dass man Wurzelbehandlungen , WSRs etc macht, aber der Schmerz kommt nach kurzer Zeit unverändert wieder. Es folgen Extraktionen......bis hin zum reihenweisen Zahnverlust.
    Hören Sie auf sich damit zu beschäftigen und gehen Sie viel in die Natur würde ein Medizinmann von einem indigenen Volk sagen ...

    Ich hatte Glück, dass ich nach einem Zahnarztwechsel einen ZA getroffen hatte, der sich geweigert hat, noch mehr Zähne zu ziehen, da er mich nicht zum Zahnkrüppel machen wollte. Ich war zuerst supersauer. Heute bin ich ihm dankbar.
    Ich glaube das habe ich Ihnen schon geschrieben ... zu einem sehr frühen Beitrag ... keinen falschen Aktionismus ...

    Ich habe immer noch Schmerzen im 25er. Aber der Zahn ist noch drin und mit Amitryptilin, Gabapentin und vor allem (!!!!!!!) therapeutischer LA mit Carbostesin sind die Schmerzen deutlich gesunken bis hin zu schmerzfreien Tagen.
    Momentan warte ich ab, ob es nun - nach Beendigung aller OPS - vielleicht sogar ganz zur Ruhe kommt.
    Wird es, auch ohne den ganzen medikamentösen Firlefanz, denn von all den Präparaten, gibt es keine einzige Studie, die die Wirksamkeit belegen würde - keine Evidenz basierte Studie ... lesen Sie mal John Virapen - Nebenwirkung Tod - dann werden Sie erfahren, wie Manager in der Karibik den "Serotonin/Adrenalin" Spiegel geschaffen haben, heute reden darüber alle führenden Psychiater - es gibt keine Studie wo das jemals gemessen, gezeigt oder sonst was wurde ... aber wir verkaufen das den Patienten als Faktum und Eilly/Lilly verdient prächtig daran.

    Alles Gute!
    Wir hoffen Ihnen ein bisschen geholfen zu haben und verbleiben Hochachtungsvoll



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    DDr. J.M. Belsky

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    和平

  5. #5
    frankk ist offline Denta-Beauté Forumsmitglied
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    Hallo!

    Ok, Kollege. Ich tausche gerne einen einzigen meiner wirklich beschissenen Tage mit Ihnen. Ich habe Schmerzen, die eine Pulpitis imitieren an 24 h am Tag. Dazu kommt ein brennen in der Wange, als würde mir einer ein Feuerzeug dagegen halten. Ich bin weder psychosomatisch krank (bestätigt durch Psychotherapeuten), noch sind meine Zähne krank, noch hilft mir ein Spaziergang in der Natur. Ich gehe nach wie vor arbeiten, sehe aber keinen OP von innen. Ich habe beruflich gar keine Zeit. ständig an meine Schmerzen zu denken. Aber auch meiner armer masakrierter 25er (WB und WSR) war ein Blender. Sogar der Uniprof hat sich täuschen lassen und die WSR gemacht. Ich habe kürzlich den OP-Bericht gelesen, es lag keine Entzündung vor. Jetzt schmerzt er (Wurzelbehandelt!!) seit gestern beim zubeißen. Der Zahn ist tot, er kann nicht schmerzen....
    Erklären Sie es mir. Ihr Kollege hat eben die Implantatkronen aus dem Kontakt geschliffen, also wieder alles von vorn.

    Ob es die Entität einer TN gibt oder nicht (die Amerikaner sehen das anders, als Sie), ist doch schnurzegal. Fakt ist, dass hunderte Frauen und wenige Männer unzählige OPs hinter sich bringen, weil niemand mal den Versuch macht, ob 25 mg Amitryptilin nicht eine Besserung bringen. Übrigens eine Dosis außerhalb des antidepressiven Bereichs, aber wirksam in 50 % der TN-Fälle. Wer heilt hat Recht.
    Das eindrehen der GV war keine Quetschung. Eins hat weh getan, das andere nicht. Reproduzierbar und immer dasselbe mit den Schmerzen. Und ein paar Stunden später hatte ich Schmerzdurchbrüche, die nur mit Tramal zu beseitigen waren. Ibu und NSAR wirken nicht bei einer TN.
    Also sorry, ich bin EbM based und nicht auf Esoterikmessen unterwegs. Ich glaube auch, dass der Kollege aus Deutschland mit der einschlägigen homepage zur TN ziemlich übertreibt in seinem Kampf für die TN.
    Trotzdem: Mein Trigeminus schreit und zwar laut. Da kann ich Hunde Gassi führen, soviel ich will.
    Bitte reden Sie den schmerzgepalgten Patienten nicht ein, es gäbe keine TN. Spritzen Sie mal Carbo und sehen Sie dann, nach 2 bis 3 x was passiert (natürlich nur,wenn keine Pulpitis vorliegt)

    Für die Mitleser:

    Den Unterschied Schmerz vom Zahn, nicht vom Zahn erklärt ganz gut ein Kollege. Geben Sie das mal in google ein, sie kommen fast automatisch drauf. Den Rest der Seite kritisch betrachten.

    Viele immer noch lieb gemeinte Grüße von einer nicht "den Uterus schaukelnden"

    Chirurgenlady
    Geändert von frankk (01.09.2011 um 20:22 Uhr)

  6. #6
    Avatar von Belsky
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    Sehr liebe Chirurgenlady!

    Ok, Kollege. Ich tausche gerne einen einzigen meiner wirklich beschissenen Tage mit Ihnen.
    Das wird nicht gehen und Ihr Leid auch nicht beenden ... ich habe mir jetzt alle "Frankk" Beiträge kurz durch gelesen - wir witzelten immer sehr umher, ich riet manchmal was, meistens machten Sie es anders.
    Ich ging dann irgendwann auch nicht mehr genau auf Ihre Beiträge ein und irgendwie hatte ich nun das Gefühl beim lesen der Posts, Sie schrieben um zu schreiben, nicht aber um das Problem anzugehen ... es ließt sich alles so locker flocker ... auch ich ließ mich dazu hinreißen und meine Antworten sind eher sehr flach gehalten - das tut mir Leid!

    Sie haben eine Reihe Behandlungen hinter sich, meiner Meinung nach teilweise veraltete, teilweise unnötige, ... was passiert nun aber jetzt? Das was Sie jetzt gerade machen wird Ihr Leid meiner Meinung nach nicht beenden, Diagnosen aus dem Arm zaubern, zu denen es nicht mal Evidenz basierte Daten gibt - was soll Neuropathie überhaupt heißen? Das ist keine Diagnose, sondern ein Sammelbegriff für "neuronale Erkrankungen".

    Nicht böse sein, aber es ist komisch, wenn ich Ihnen den Unterschied zwischen einer Diagnose und einem Sammelbegriff erklären muss. Ich weiß, dass dieser Begriff gerne verwendet wird in der "Fachwelt", er steht aber für keinen pathophysiologischen Mechanismus / Symptomkomplex / Ätiologie, wie z.B. die Trigeminusneuralgie, die eben eine Diagnose ist und kein Sammelbegriff.

    Die Studie die Sie mir schickten befaßt sich vorwiegend mit der Bildgebung, Daten zur "Neurpathie" fehlen völlig! "The results suggest that it may be possible to define an fMRI “fingerprint” that could be used as an objective diagnostic for neuropathic pain" Was soll also Neurpathie sein, zeigen Sie mir eine Studie zu Neuropathie, was ist das? Meinen Sie die diabetische NP, die ischämische NP, die toxische NP ... welche meinen Sie?

    Fakt ist, dass hunderte Frauen und wenige Männer unzählige OPs hinter sich bringen, weil niemand mal den Versuch macht, ob 25 mg Amitryptilin nicht eine Besserung bringen.
    Das sollte Ihnen zu denken geben ... Frauen>Männer ...

    Also sorry, ich bin EbM based und nicht auf Esoterikmessen unterwegs.
    Ich glaube Kollegin, Sie kennen den unterschied beider TN bezüglich Diagnose, Befund, Sammelbegriff, usw. nicht ... egal sind ja alles nur Hinweisschilder ... Ihr Leid wird aber so kein Ende haben, denn wir können nun oberflächlich mit Ausdrücken umher schmeißen, sicher so ein paar Leser beeindrucken, nutzen hat es aber keinen.

    Ich kann via Web nicht sagen, ob

    • Sie somatisieren (psychiches Leiden -> organisches Leiden)
    • Sie noch ein organisches Leiden haben
    • ein sekundärer Krankheitsgewinn vorliegt (Aufmerksamkeit)
    • iatrogene Folgen bestehen (ärztliche Fehlbehandlungen)
    • Kombinationen vorliegen (für die nicht Kollegen )


    Ich vermute von allem ein wenig ... auf alle Fälle tut es mir Leid was Sie gerade durch machen, rufen Sie mich in der Ordi an, ich werde Ihnen dazu gerne meine Meinung sagen, es geht einfacher verbal, zudem Sie Kollegin sind ...

    LG
    Wir hoffen Ihnen ein bisschen geholfen zu haben und verbleiben Hochachtungsvoll



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    Aussagen in diesem Forum stellen keine medizinische Diagnose dar. Unsere Antworten und Überlegungen beziehen sich auf Ihre schriftlich dargestellten Schilderungen. Ärztlich medizinische Diagnosen können nur nach eingehender klinischer Untersuchung (Befundung) gestellt werden. Eine Diagnose ist die Voraussetzung für die richtige Therapie (Befundung >> Diagnose >> Therapie). Eventuell angegebene Preise dienen grob zu Ihrer Information, es handelt sich nicht um einen Kostenvoranschlag. Wir behalten uns zudem das Recht vor, Preise individuell zu ändern.

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    和平

  7. #7
    frankk ist offline Denta-Beauté Forumsmitglied
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    Re

    Hallo!

    OK, bitte nicht streiten. Ich bin für fachlichen - humorvollen- Austausch. Nicht um Dramatik. Sie brauchen sich für nichts entschuldigen. Ich finde es schön, mit Ihnen zu diskutieren.

    Es geht mir nicht um eine Diagnose meiner Beschwerden, die mir gerade einen Samstag in der Schmerzambulanz eingebracht haben. Und ich würde auch gerne beim witzeln bleiben. Ich wäre schon längst depressiv, wenn ich die Sache nicht mit einigem Humor und etwas Sarkasmus sehen würde. Ich tendiere nicht dazu, mich jammernd in die Ecke zu setzen und mich zu bemitleiden. Auch wenn ich das manchmal gerne machen würde.

    Es geht mir darum, dass man Frauen (na klar) nicht beim erwähnen von Schmerzen in die Schublade "psychosomatisch" steckt. Es gibt Studien, die klar zeigen, dass Gesichtsschmerzen psychotherapeutischen Methoden nicht zugänglich sind. Was nicht heißt, dass sie nicht nützlich sind, um bei der Schmerzstärke, von der wir hier reden, dem Patienten Mittel an die Hand zu geben, um mit den Schmerzen leben zu können.
    Es geht mir darum, dass man den Schmerzpatienten eine ausreichende und geeignete Schmerztherapie zukommen läßt. Hier bildet sich ein Schmerzgedächtnis aus, das angegangen werden muss und die Methoden dafür sind eben Medikamente, Lokalanästhesie, manuelle Therapie etc. Da reicht nun mal kein Waldspaziergang.

    Man steckt all die Männer mit chronischen Rückenschmerzen ja auch nicht in die Psychosomatik. Nein, die sind ja krank mit ihrer Lumboischialgie oder ihrem NPP. Nur weil sie eine Frau sind, sind chronische Schmerzen mit noch nicht bekannter Ursache psychosomatisch?
    Ach, kommen Sie.
    Ich bin Chirurgin, ich hätte eher einer Herzinfarkt bekommen müssen, als Schmerzen im Bereich des Infraorbitalis. Wegen Leistungswillen und so.
    Übrigens ist mein Schmerz witzigerweise östrogen-abhängig. Ich führe seit langem Schmerztagebuch und der Schmerz zeigt Spitzen je nach Stand meiner Periode. Und zwar reproduzierbar.
    Aber klar, Evidenzstufe = Anwendungsbeobachtung.

    Ich gehe davon aus, dass bei mir - und meinen TN-Mitpatienten - eine Art erhöhter Schmerzbereitschaft vorliegt. Auslöser sind operative Eingriffe / Verletzungen und - schwupps - bildet sich ein Schmerzgedächtnis aus, obwohl das normalerweise nicht der Fall sein würde. Dann aber geht es um die Therapie dieser chronifizierten Schmerzen, also um Therapie der Schmerzkrankheit.

    Ab egal. In meinem Fall versuche ich noch die Prothetik in den Griff zu bringen, die OPs sind hoffentlich Geschichte. Und für meinen Schmerz habe ich einen Termin bei einem Spezialisten. Deutschland hat eine "Gesellschaft zur Erforschung neuropathischer Schmerzen" mit Schmerzambulanzen überall. Mal sehen, welchen Therapieplan sie dort aufstellen werden. Mein Neurologe hat mir gesagt, dass er nicht weiter weiß.

    Wenn Sie möchten, kontaktieren Sie mich per mail, Sie müßten die Adresse noch haben. Sie in der Ordination stören, ist nicht mein Ding. Sie haben da genug zu tun.

    PS: Die vorherigen posts, in denen ich erwähnt werde, habe ich eben erst gelesen. Ich möchte hier keine Stellung dazu nehmen. Ich würde gerne wissen, was konkret bei mir abläuft, aber dabei doch sachlich bleiben. Na ja, meistens jedenfalls...

    Viele Grüße nach Wien

    Ihre Chirurgenlady
    Geändert von frankk (04.09.2011 um 19:12 Uhr)

  8. #8
    Avatar von Belsky
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    Sehr liebe Frankk!

    OK, bitte nicht streiten. Ich bin für fachlichen - humorvollen- Austausch. Nicht um Dramatik. Sie brauchen sich für nichts entschuldigen. Ich finde es schön, mit Ihnen zu diskutieren.
    Ich streite schon lange nicht mehr - auch bin ich kein Dramatiker. Beim durchlesen der Posts fiel mir teilweise mein "rauschen" auf, das tut mir Leid.

    Es geht mir nicht um eine Diagnose meiner Beschwerden, die mir gerade einen Samstag in der Schmerzambulanz eingebracht haben. Und ich würde auch gerne beim witzeln bleiben. Ich wäre schon längst depressiv, wenn ich die Sache nicht mit einigem Humor und etwas Sarkasmus sehen würde. Ich tendiere nicht dazu, mich jammernd in die Ecke zu setzen und mich zu bemitleiden. Auch wenn ich das manchmal gerne machen würde.
    Weder Humor, noch Selbstmitleid bringen einen weiter, nur das was ist, Fakten ...

    Es geht mir darum, dass man den Schmerzpatienten eine ausreichende und geeignete Schmerztherapie zukommen läßt. Hier bildet sich ein Schmerzgedächtnis aus, das angegangen werden muss und die Methoden dafür sind eben Medikamente, Lokalanästhesie, manuelle Therapie etc. Da reicht nun mal kein Waldspaziergang.
    In vielen Punkten gebe ich Ihnen Recht, jedoch ist auch der Blick hinter dem, was vor dem Schmerz war interessant, wieso das "rauschen", das unbewußte Handeln, das dann zu Aktionen führte, die irgendwann in einer Schmerzspirale enden ...

    Man steckt all die Männer mit chronischen Rückenschmerzen ja auch nicht in die Psychosomatik. Nein, die sind ja krank mit ihrer Lumboischialgie oder ihrem NPP. Nur weil sie eine Frau sind, sind chronische Schmerzen mit noch nicht bekannter Ursache psychosomatisch?
    Ab einem bestimmten Alter WÄHLEN Frauen aus den vielen buhlenden Männchen jenes aus, dass scheinbar für die Nachkommenschaft am besten paßt. Diesem scheinbar passenden Männchen wird einiges umgehängt - darüber könnten wir viel plaudern, bezeichnen wir es einmal nur als Energie - diese dann nicht mehr "buhlenden" Männchen sind plötzlich in einem neuen "Topf" umgeben von anderen "Testosteron" Getriebenen - Rückenschmerzen

    Ich bin Chirurgin, ich hätte eher einer Herzinfarkt bekommen müssen, als Schmerzen im Bereich des Infraorbitalis. Wegen Leistungswillen und so.
    Übrigens ist mein Schmerz witzigerweise östrogen-abhängig. Ich führe seit langem Schmerztagebuch und der Schmerz zeigt Spitzen je nach Stand meiner Periode. Und zwar reproduzierbar. Aber klar, Evidenzstufe = Anwendungsbeobachtung.
    Schmerzen sind Hormon sensitiv ...

    Ich gehe davon aus, dass bei mir - und meinen TN-Mitpatienten - eine Art erhöhter Schmerzbereitschaft vorliegt. Auslöser sind operative Eingriffe / Verletzungen und - schwupps - bildet sich ein Schmerzgedächtnis aus, obwohl das normalerweise nicht der Fall sein würde. Dann aber geht es um die Therapie dieser chronifizierten Schmerzen, also um Therapie der Schmerzkrankheit.
    Lesen Sie einmal das Buch von Sylvia Kloppe "Sucht" ...

    Wenn Sie möchten, kontaktieren Sie mich per mail, Sie müßten die Adresse noch haben. Sie in der Ordination stören, ist nicht mein Ding. Sie haben da genug zu tun.
    Mich stört niemand ...

    PS: Die vorherigen posts, in denen ich erwähnt werde, habe ich eben erst gelesen. Ich möchte hier keine Stellung dazu nehmen. Ich würde gerne wissen, was konkret bei mir abläuft, aber dabei doch sachlich bleiben. Na ja, meistens jedenfalls...
    Ich fand das Bild von 979797 sehr interessant, denn es spiegelt eben das Bild der Menschen von Ärzten.
    Chirurg = "Top Arzt".
    Wie es wirklich ist, wissen die Menschen nicht ... dass auf einer chirurgischen Abteilung - je nach Größe nur ein paar wirklich operieren - der Rest meistens die ganze frustrane "Alltagsarbeit" machen muss und so meistens verscheidene Leiden erleiden - wie die Anästhesisten - geht unter, genauso, dass diese Wenigen, die eben viel operieren, sehr Egomanisch auftreten und kaum zugänglich sind für Evidenz basierte Herangehensweisen ... wo began der Schmerz bei vielen wirklich, im Job, zuhause, wo und wieso began das unaufmerksame witzeln über Therapieergebnisse, über Gespräche usw. das interessiert mich ...

    Alles, alles Gute!
    Wir hoffen Ihnen ein bisschen geholfen zu haben und verbleiben Hochachtungsvoll



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