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Top-Beitragsschreiber: Belsky (4.832)
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Frage - Antwort! Thema, Schmerzen immer nur schmerzen in DDr. Belsky berät Sie persönlich; Hallo, hilfesuchend wende ich mich an Sie. Vorgeschichte: Okt. 2010: Karies an 27 gebohrt bis an die Wurzel, Füllung drauf ...
  1. #1
    zahnarzthasser ist offline Denta-Beauté Forumsmitglied
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    Schmerzen immer nur schmerzen

    Hallo,

    hilfesuchend wende ich mich an Sie.
    Vorgeschichte:
    Okt. 2010: Karies an 27 gebohrt bis an die Wurzel, Füllung drauf gemacht: ZA meinte, wenn es Probleme gibt, wieder kommen, etwas schmerz sei normal, Wurzel muß sich wieder beruhigen

    April 2011: Starke Schmerzen: Mittlerweile bei anderem ZA wegen Umzug.
    Dieser meinte, zwischen 26 und 27 hat sich ein Spalt gebildet, das schmerzt. Zahnfleischtaschen an 26 ca. 6-8 mm.
    Behandlung: Immer wieder Reinigung der Zahnfleischtaschen und des Spaltes.

    Mai 2011: Starkes Augenbrennen, Kurzsichtigkeit vermutet, konnte keinen Zusammenhang feststellen, wurde dann auch wieder besser, kam wohl von Zahnfleischtasche an 26 (Im nachhinein verstehe ich es den Zusammenhang).

    Mai 2011: Wechsel zurück zu meinem alten ZA: Diagnose erstmal identisch
    Juni 2011: Da sich Zustand nicht besserte bohrte er den 27 wieder auf und siehe da, eine Wurzel war nicht mehr durchblutet. Daraufhin hat er eine Wurzelbehandlung eingeleitet.

    Juli 2011: Nach Wurzelbehandlung starkes Augenbrennen und Backe taub. Nach mehrmaligen Besuchen bestand ich darauf, den 27 zu ziehen
    --> Augenbrennen weg, Backe wieder gut

    Juli 2011: 14 Tage nach ziehen starke schmerzen: ZA:; Blutpfopf fehlt, Knochenhautentzündung, Behandlung mit Antibiotikum

    August 2011: Nach 7 Tagen extreme Schmerzen. Zudem Bildung von Wundwasser mit Eiter (vom Geschmack her) Vorstellung in der Uni-Klinik München, Kieferchirurgie. Es wurde eine Wundheilstörung festgestellt. Behandlung: Ausräumen der Aveole, und dann zunähen.

    Dies war vor einer Woche. Es schmerzt wieder stärker (über den OP-schmerz hinaus).

    Ich weiß nicht mehr weiter.
    Der Zahn 26 ist noch drin, und nur manchmal gar nicht und manchmal nach langer Zeit und manchmal sofort Kälteempfindlich. Röntgenbild OK, Klopftest negativ.......

    Sonst wurden keine Ursachen festgestellt.
    Soll ich mir den 26 ziehen lassen. Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr...(heul). Bitte geben Sie mir einen Tipp.

  2. #2
    Avatar von Belsky
    Belsky ist offline Administrator
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    Sehr lieber Zahnarzthasser!

    Ich erzähle Ihnen meine Version:

    Okt. 2010: Füllung sehr nahe am Zahnnerv, oder vielleicht sogar Zahnnerv eröffnet - daraufhin stirbt Zahnnerv über Monate langsam ab.

    April 2011: Starke Schmerzen, das verfaulte Zahnnervgewebe verursacht eine Entzündungsreaktion im Knochen.

    Mai 2011: Starkes Augenbrennen; eventuell entwickelte sich eine akute Kieferhöhlenentzündung aus der Knochenentzündung

    Mai 2011: Eine Wurzelbehandlung wird gemacht, vermutlich nicht laut Lehrbuch ...

    Juli 2011: Nach Wurzelbehandlung starkes Augenbrennen und Backe taub, die WB brachte nicht den Erfolg, da eben nicht laut Lehrbuch - Symptome nehmen wieder zu, es kommt zur Zahnextraktion.

    Juli 2011: Aufgrund der chronisch ablaufenden Entzündungen in dieser Region und/oder falschem Verhalten bildet sich kein Koagulum - es entsteht eine Alveolitis.

    August 2011: Endlich wird die Wunde angefrischt und neu über näht, darauf hin liegen die Zahnhälse des 6er frei, so wie auch Ihre Nerven mittlerweile.

    Diese Geschichte ist natürlich ohne Gewähr, vorweg ist eines wichtig: Ruhig bleiben, tief durch atmen und einen Arzt über die Wunde sehen lassen, ob
    • keine Wundinfektion vorliegt
    • keine Sinusitis vorliegt


    Dann würde ich mir den Zahnhals vom 6er versiegeln lassen, z.B. mit Arginin (Elmex) und ab in die Natur, viel im Wald gehen, mich fernhalten von Energievampiristen und versuchen für Zahnärzte Mitleid zu empfinden anstatt Hass - dann wird plötzlich alles wieder gut
    Wir hoffen Ihnen ein bisschen geholfen zu haben und verbleiben Hochachtungsvoll



    im Namen des
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    DDr. J.M. Belsky

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    Aussagen in diesem Forum stellen keine medizinische Diagnose dar. Unsere Antworten und Überlegungen beziehen sich auf Ihre schriftlich dargestellten Schilderungen. Ärztlich medizinische Diagnosen können nur nach eingehender klinischer Untersuchung (Befundung) gestellt werden. Eine Diagnose ist die Voraussetzung für die richtige Therapie (Befundung >> Diagnose >> Therapie). Eventuell angegebene Preise dienen grob zu Ihrer Information, es handelt sich nicht um einen Kostenvoranschlag. Wir behalten uns zudem das Recht vor, Preise individuell zu ändern.

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    和平

  3. #3
    zahnarzthasser ist offline Denta-Beauté Forumsmitglied
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    Danke, aber Schmerzen manchmal maximal schlimm

    Sehr geehrter Herr DDr Belsky,

    vielen Dank, ich weiß Ihre Antwort sehr zu schätzen.
    Bei den Schmerzen reden wir aber von maximaler Stärke ziemlich tief sitzend, nicht in nähe der Zahnhälse. Ich dachte schon an eine Trigeminus-Neuropathie, vor allem auch, weil ich nachts gut schlafen kann, und morgens ist es am schwächsten.

    Als der Zahnarzt damals den 27 wiederholt geöffnet hatte, hat die vordere Wurzel geschmerzt (die anderen beiden hatten keine Reaktion), als er es zum zweiten mal den Zahn geöffnet hat und die Wurzeln sauber gemacht hat (dann ohne Betäubung) und dort mit dem Teil für Zahnwurzelbehandlungen reinging . Dies ist genau die Alveole, die auch wahnsinnig geschmerzt hat, als der Kieferchirurg mit einem spitzen Gegenstand dort reinging.

    Der ZA der die Wurzelbehandlung gemacht hat ist leitender Arzt einer Zahnklinik und macht auf mich einen sehr kompetenten Eindruck. Aber die Wurzelbehandlung (Teil 1) war irgendwie schon nach ca. 10 Minuten vorbei, was mich schon gewundert hat.

    Beim Kieferchirurg nun wurde DVT gemacht. Außer einer Wundheilstörung wurde nichts festgestellt.

    Ich bin kein Gläubiger Mensch, aber mittlerweile beete ich, so schlimm ist es!

    Danke nochmals,

    Ihr Zahnarzthasser (ich könnte sie umarmen für Ihre Beratung)

  4. #4
    Avatar von Belsky
    Belsky ist offline Administrator
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    Sehr lieber Zahnarzthasser!

    vielen Dank, ich weiß Ihre Antwort sehr zu schätzen.
    Bei den Schmerzen reden wir aber von maximaler Stärke ziemlich tief sitzend, nicht in nähe der Zahnhälse.
    Zahnhälse können wie Zahnschmerzen sein ... umso mehr in einem Gebiet schon gemacht wurde, umso schwieriger ist es dann, die Symptome zu zuordenen.

    Ich dachte schon an eine Trigeminus-Neuropathie, vor allem auch, weil ich nachts gut schlafen kann, und morgens ist es am schwächsten.
    Das glaube ich gar nicht ...

    Der ZA der die Wurzelbehandlung gemacht hat ist leitender Arzt einer Zahnklinik und macht auf mich einen sehr kompetenten Eindruck. Aber die Wurzelbehandlung (Teil 1) war irgendwie schon nach ca. 10 Minuten vorbei, was mich schon gewundert hat.
    Von den meisten "Chefs", bei denen ich meine Ausbildung gemacht habe, würde ich mich nicht behandeln lassen - vertrauen Sie auf keine Titel. Sie wissen nun wie eine Wurzelbehandlung gemacht gehört - optische Vergrößerung, sterile Instrumente, Kofferdamm, spezielles Arbeitsprotokoll - welches eben Zeit kostet, usw. Wenn es so gemacht wurde, dann war es vermutlich eine gute Endo - Chef hin oder her. Wenn es so nicht gemacht wurde, dann war die Endo vermutlich nicht so toll und das war vermutlich die Ursache für Ihren späteren Zahnverlust ...

    Was nun Ihre Schmerzen verursacht kann auch eine Kombination sein, wichtig ist, sich nicht rein zu steigern, nur mit klarem Kopf werden Sie Ihre Beschwerden lösen können. Am besten 3-4 Ordinationen aufsuchen, wo mehrere Behandler zusammen arbeiten – multidisziplinäres Vorgehen!
    Wir hoffen Ihnen ein bisschen geholfen zu haben und verbleiben Hochachtungsvoll



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    和平

  5. #5
    zahnarzthasser ist offline Denta-Beauté Forumsmitglied
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    Immer noch nicht besser

    Sehr geehrter Herr Dr. Belsky,

    ich fürchte, auch Sie können mir keinen Tipp mehr geben, ich wollte Sie aber noch kurz über den weiteren Verlauf informieren.

    Nachdem die Wunde aufgefrischt und zugenäht wurde kam folgendes Verhalten ca. 4 Wochen lang, Zeitdauer je 2-3 Tage pro Prozess:
    - leichtes 'Brizzeln' am ehemaligen 2.7 (oder doch 2.6), vor allem wenn man die Backe nach hinten zieht, also auch den Kiefer etwas verschiebt, dann ändert es sich etwas.
    - Wunde verschließt sich; Wundsekret läuft nicht mehr und staut sich an--> Schmerzen nehmen zu
    - Schmerzen werden maximal (konnte manchmal nicht mehr selbst zum Notdienst fahren, so schlimm war es)
    - Wunde platzt auf (oder wird vom Kieferchirurg leicht geöffnet) und Wundsekret fließt ab.

    Dies hat mittlerweile aufgehört.

    War mittlerweile bestimmt 10 mal beim Kieferchirurg (Uni-München), wo mich ein Arzt, zwischendurch auch mal 2 Oberärzte angesehen haben.

    Es wurden kleine Ecken vom Kiefer noch abgeschliffen die noch minimal hervorstanden, aber sonst wurde danach nichts großes mehr gemacht.
    Auch die Zähne, vor allem der 2.6, wo ich ja immer noch meine der schmerzt wurde nochmal leicht eingeschliffen, um Hindernisse zu verbessern.
    2.6 ist vital und nicht klopfempfindlich.

    Die DVT habe ich einem HNO gezeigt --> ohne Befund.
    Zum Schluß wurde noch eine CT erstellt --> ohne Befund.

    Beim Neurologen war ich auch --> Trigeminus sei in Ordnung; Latenzwerte OK

    Schmerzen habe ich immer noch.
    Es sind aber wohl Nervenschmerzen, denn Novalgin und Ibuprofen helfen fast nix.
    Imipramin (ein Antidepressivum) hilft etwas die Schmerzen zu lindern.

    Die Uni-Klinik hat mich aufgegeben. Es sei alles in Ordnung. Nun bin ich in Schmerztherapie und werde mit Tabletten vollgepumpt.

    Da nach knapp 6 Wochen, meiner Meinung nach nochmal Wundsekret gelaufen ist, weiß ich nicht mehr weiter. Dies glaubt mir aber keiner, denn die Extraktionsstelle sehe super aus, und auch das CT gibt keinen Hinweis mehr. Das CT haben sich ein Radiologe, mein Kieferchirurg und eine Professorin angeschaut.

    Ich knirsche wohl, und bekomme jetzt eine Knirschschiene. (Das habe ich aber schon mein ganzes Leben gemacht); glaube nicht an einen Erfolg.
    Manchmal habe ich auch Schmerzen (Gefühl wie aufgeblähtes Zahnfleisch) auf der anderen Seite. Neuerdings noch zusätzlich manchmal Spannungskopfschmerzen (als hätte ich einen Motorradhelm auf). Sowohl Neurologe als auch Kieferchirurg meinten der Kopfschmerz wäre eine Folge des Zahnschmerzes.

    Jetzt stehe ich da, habe immer noch Schmerzen (wenn auch etwas gedämpft) habe die Lebenslust verloren, bin nur noch für die Arbeit und Familie da!

    Ich glaube nicht, das mir ein anderer Kieferchirurg weiterhelfen kann.
    Mein Kieferchirurg wollte mir wirklich glaubhaft helfen, hat Kollegen und Professoren gefragt.

    Ich meine immer noch, der 2.6 hätte einen Schaden. Habe schon gelesen von Zähnen, die 2 Jahre gebraucht haben zum Absterben, nach Extraktion wären die Schmerzen dann weg gewesen. Habe aber auch schon von Leuten gelesen, die sich den ganzen Oberkiefer ohne Erfolg haben ziehen lassen.

    Ich bin für jeden Tipp dankbar, auch wie man die Schmerzen reduzieren kann (evtl. durch homöopatische Mittel).

    Vielen Dank für Ihre Antworten.

  6. #6
    zahnarzthasser ist offline Denta-Beauté Forumsmitglied
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    Ach nochwas: Der Zahn 26 ist jetzt immer normal kälteempfindlich, komplett ohne Auffälligkeiten; wurde schon ganz oft geprüft.

  7. #7
    Avatar von Belsky
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    Sehr lieber Zahnarzthasser!

    Sehr geehrter Herr Dr. Belsky,
    Nachdem die Wunde aufgefrischt und zugenäht wurde kam folgendes Verhalten ca. 4 Wochen lang, Zeitdauer je 2-3 Tage pro Prozess:
    - leichtes 'Brizzeln' am ehemaligen 2.7 (oder doch 2.6), vor allem wenn man die Backe nach hinten zieht, also auch den Kiefer etwas verschiebt, dann ändert es sich etwas.
    - Wunde verschließt sich; Wundsekret läuft nicht mehr und staut sich an--> Schmerzen nehmen zu
    - Schmerzen werden maximal (konnte manchmal nicht mehr selbst zum Notdienst fahren, so schlimm war es)
    - Wunde platzt auf (oder wird vom Kieferchirurg leicht geöffnet) und Wundsekret fließt ab.
    Wurde von dem Sekret ein Abstrich gemacht? Ein Bakteriologie (auch anerob!) und wenn positiv wurde dann ein Antibiogramm gemacht?

    Dies hat mittlerweile aufgehört.
    Eine akute Osteomyelitis kann in eine chronische übergehen ... es kann sein, dass Sie sich auch in einer diagnostischen Lücke befinden - keinen falschen Aktionismus ohne eindeutige Diagnose. Lassen Sie den Kiefer in 6 Monaten röntgenologisch kontrollieren - am besten bei dem Arzt, wo die letzte Aufnahme gemacht wurde. Angst und Panik bringen Sie genauso wenig weiter! Bleiben Sie ruhig und bewußt, Sie wissen mittlerweile viel und werden dir richtigen Entscheidung treffen!

    Beim Neurologen war ich auch --> Trigeminus sei in Ordnung; Latenzwerte OK
    Ja bitte vergessen Sie das ... Schmerzen bildet man sich nicht ein - die haben Sie, wir Ärzte finden nicht immer gleich die Ursache ... man sollte dann aber keine Verlegenheitsbehandlungen machen, die eventuell Schmerzen auslösen können!

    Wenn wieder die Wunde sekretiert - dann ab zum Arzt und Abstriche nehmen!

    Ich knirsche wohl, und bekomme jetzt eine Knirschschiene. (Das habe ich aber schon mein ganzes Leben gemacht); glaube nicht an einen Erfolg.
    Manchmal habe ich auch Schmerzen (Gefühl wie aufgeblähtes Zahnfleisch) auf der anderen Seite. Neuerdings noch zusätzlich manchmal Spannungskopfschmerzen (als hätte ich einen Motorradhelm auf). Sowohl Neurologe als auch Kieferchirurg meinten der Kopfschmerz wäre eine Folge des Zahnschmerzes.
    Mischen Sie nicht alles, versuchen Sie nun sowenig wie möglich im Kopf zu machen, versuchen Sie Distanz zu gewinnen ....

    Jetzt stehe ich da, habe immer noch Schmerzen (wenn auch etwas gedämpft) habe die Lebenslust verloren, bin nur noch für die Arbeit und Familie da!
    Hat dieses Problem mit dem Zahnproblem zu tun? Wir können gern drüber reden, den das was wir machen ist eben nicht unser "wahres" Leben. Wir sollten aber in dieser Phase nicht Probleme mischen ...
    Wir hoffen Ihnen ein bisschen geholfen zu haben und verbleiben Hochachtungsvoll



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    和平

  8. #8
    zahnarzthasser ist offline Denta-Beauté Forumsmitglied
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    Das Rätsel ist gelöst !

    Sehr geehrter Herr Dr. Belsky,
    ich möchte Ihnen kurz den weiteren Verlauf und damit auch die Lösung meines Problemes mitteilen.
    Vor allem möchte ich aber auch verzweifelten Personen, hiermit etwas Hoffnung machen, dass es auch gut ausgehen kann. Ich selbst hatte im Internet immer nur negative Berichte gelesen, was mich dann noch mehr heruntergezogen hat. Vor allem bei einem Kollegen von Ihnen im Internet ist es immer der Trigeminus.
    Nun, ich hatte mir eine Knirschschiene anpassen lassen. Als nach 14 Tagen überhaupt kein Erfolg zu spüren war, bin ich zu meinem früheren Zahnarzt zurück. Er sagte nur zu der Diagnose der Uni: ‚Gedächtnisschmerz oder Psychosomatisch: So ein Unsinn; Nicht das es so etwas nicht gibt, aber dann ist es nicht so, wie Sie es beschreiben‘.
    Er hat auf dem Zahnfleisch herumgedrückt und als ich sagte ‚Aua‘, meinte er, das sei nicht normal. Darauf sagte ich: ‚Das sag ich doch seit 3 Monaten…..‘
    Er konnte auch auf dem Röntgenbild nichts erkennen. Der Klopftest und Kältetest war auch hier ohne Befund. Darauf hat er Kortison rund um die Stellen (in Zahnfleischtaschen und Zwischenräume) gespritzt und meinte ‚Mal abwarten was passiert‘.
    Nach drei Tagen hatte ich den nächsten Termin. Ich sagte ihm, dass es viel besser geworden ist, nur unter dem 2.6 es noch komisch aktiv ist. Darauf meinte er: ‚So kommen wir ja nicht weiter; ich bohre jetzt den Zahn auf‘.
    Als er ihn aufgebohrt hatte, meinte er, die Wurzel war hin. Er hat eine Wurzelbehandlung gemacht, und das Elend hatte ein Ende.
    Nach nun über 40 Arztbesuchen, und Kosten für die Krankenkasse im wahrscheinlich 5-stelligem Bereich, war der Grund, eine Wurzelentzündung, die sich nicht nach Lehrbuch verhalten hat endlich gefunden.
    Leute, lasst euch nicht von Ärzten, Oberärzten oder Professoren in die Psyschoecke abschieben! Keiner kennt euren Körper so gut wie Ihr selbst. Wenn Ihr von etwas überzeugt seid, forscht weiter.
    Bevor man mit Mitteln mit extremsten Nebenwirkungen zur Schmerzstillung (Gabapentin, Lyrica, Carbamazepin,….) abgefüllt wird, sollte man aus meiner Sicht, den Versuch wagen, an den Zahn zu gehen. Es ist nur ein Zahn, nicht mehr.
    Hätte der ZA den Zahn jetzt nicht behandelt, stand mein Entschluss fest, nach Tscheschien zu fahren, dort 100 Euro auf den Tisch zu legen und mir den Zahn ziehen zu lassen.
    Zum Schluß hatte ich alle möglichen Symptome, von Kopfschmerzen, Herzschmerzen, Armschmerzen,….. Davon hatte ich aber nicht alle genannt, den sonst hätte man eh sofort gesagt: ‚Ja klar, psychosomatisch….‘
    Ich als Zahnarzthasser liebe nun zwei Zahnärzte, Sie Herr Dr. Belsky, das es dieses Forum gibt, und auch für Ihre wertvollen Tipps, und meinen Zahnarzt, der sich von der Diagnose von der Uni und von den Röntgenbilder nicht hat blenden lassen, und es gewagt hat, den Zahn zu behandeln.

  9. #9
    Avatar von Belsky
    Belsky ist offline Administrator
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    Sehr lieber Zahnarzthasser!

    Wandeln Sie Ihre Wut gegenüber anderen in Mitleid um, Sie werden sehen, dadurch vergiften Sie weniger Ihre Welt

    Es freut mich sehr, dass bei Ihnen die Ursache gefunden werden konnte! Ich habe Ihren Beitrag als Anlass genommen und ein Video darüber gemacht

    Kanal von doclaecheln - YouTube

    ich hoffe ich transportiere auch ein wenig, was Sie uns sagen wollen. Manchmal dauert es leider, bis die Schmerzen so klar eingegrenzt werden können und der Arzt dann eine Behandlung macht - ich nenne diese Phase "diagnostisches Fenster". In dieser Phase sollten keine Verlegenheitsbehandlungen, oder Behandlungen aufgrund der Verrechnung erfolgen, denn dadurch wird das Leid nur verlängert. Nur wenn der Arzt einen deutlichen "Hinweis" einen Befund hat (in Ihrem Fall tastete der Kollege vermutlich eine Raumforderung) sollte eine Therapie erfolgen.

    Auf keinen Fall sollten Blindtherapien oder Blinddiagnosen gestellt werden, wie z.B. die Trigeminusneuralgie / Trigeminusneuropathie ...

    Ich wünsche Ihnen alles Gute und danke für Ihr Lob, auch ich muss mich bedanken, denn was wäre ein Forum wert, ohne Ihre Interaktion? Alles Gute!
    Wir hoffen Ihnen ein bisschen geholfen zu haben und verbleiben Hochachtungsvoll



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    DDr. J.M. Belsky

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    和平

  10. #10
    zahnarzthasser ist offline Denta-Beauté Forumsmitglied
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    Und es ging weiter.....

    NAchdem der Zahn 26 wurzelbehandelt war (also nur trepaniert, und eine Einlage reingemacht wurde), ging es mir deutlich besser.
    Es kam aber immer noch Sekret, das langsam weniger wurde, aber nicht aufhörte.

    29. Oktober: Da ich ständig eine heiße Backe/Seite bekomme (bei Sport oder wenn ich auf der Backe liege, oder Nachmittags in warmen Räumen), Behandlung mit Antibiotika (Clindamycin).

    04. November: Da mir Zahn als Fremdkörper vorkommt, und ich jeglichen Herd entfernt haben möchte, bestehe ich auf Extraktion. ZA sagt nach Extraktion, das Knochen unter Zahn 26 gut aussieht.

    Seitdem: Schmerzen viel weniger (oder manchmal auch weg) als vor der Wurzelbehandlung/Extraktion von Zahn 26 . Dort wo die vordere Aveole von Zahn 27 zugewachsen ist, ist Knochen druckempfindlich. Sekret läuft aus Richtung 26/27 (vom Gefühl). Schmerzen ändern sich je nach Intensität des Flusses des Sekrets. Ständig das Gefühl von Wundsekret.

    15. November: Vorstellung in einer MKG-Praxisklinik. DVT wird erstellt → Ohne Befund
    Kieferchirurg versichert mir 100%ig, das mein Kiefer in Ordnung ist. Er vermutet 'Gedächtnisschmerz'. Das Thema hatten wir doch schon in der UNI. Auf meine Frage, ob er den Arzt in der UNI kennt, meint er, das er mit Ihm lange zusammengearbeitet hat (also deshalb....).

    16 November: Neues Blutbild wird angefertigt: Monozyten, Lymph. Reizformen und CRP leicht erhöht;

    16. November: Da extrem viel Wundsekret fließt, Besuch bei meinem Zahnarzt. In der Aveole von Zahn 26 befindet sich Blut und Sekret. Knochen sieht seltsam an der Stelle aus. Knochen wird entnommen (Biopsie) und an ein Labor eingesandt. Er vermutet eine Nekrose. Er räumt die seltsame Stelle in toto aus. (ja ich kann mitterweile die ZA-Sprache. Ein solches Problem ersetzt fast das Studium....).

    25. November: Szintigraphie ergibt kein eindeutiges Ergebnis, wegen starkem Blutfluß aufgrund der entnommenen Biopsie.

    05. Dezember: Befund erhalten: Knochen ist vital, aber chronisch entzündliche Infaltrate am umliegendem Gewebe. (wie von radikulärer Zyste); Es war dort aber keine Zyste!

    14. Dezember: Als wieder stark Sekret fließt (vom Gefühl her, Zahnarzt hat leider nichts gesehen), wird Abstrich gemacht und eingesendet. .
    Zahnarzt sieht sich DVT vom 15.11. noch einmal an, und meint, es gäbe Hinweise, das sich etwas entwickeln könnte, aber nichts eindeutiges. Seine Empfehlung: Abwarten und neue DVT im Januar erstellen.

    15. Dezember: erneutes Blutbild anfertigen lassen: keine Auffälligkeiten.

    16. Dezember: Besuch beim Osteopathen (wo geht man in der Verzweiflung nicht überall hin).
    Er meint er spürt eindeutig, das es in der Region 26/27 und Kieferhöhle 'brodelt'.

    27. Dezember: Befund des Abstriches: Mäßig aggressive Markerbakterien: Fusobacterium nucleatum; Empfejlung: Abwarten und neuer Abstrich in 4-6 Monaten.

    28. Dezember: Vorstellung bei einem ganzheitlichen Zahnarzt: Diagnose: Amalgamschwämme im Kiefer in Regio 26, 27, 28 und 17.
    Habe schon einen Termin für die Ausräumung des Kiefers gemacht, für den 09. Januar. Ja, ja, die Verzweiflung. Mit dem Amalgam bin ich zwar nicht überzeugt, aber das die Ausräumung des Kiefers die Lösung ist schon.

    03. Januar: Vorstellung in der UNI-Heidelberg (350km von München entfernt). Ich wollte eine Meinung von Ärzten, die noch was anderes im Studium gelehrnt haben, als nur 'Gedachtnisschmerz'. Deshalb die Entfernung. Kieferchirurg schlägt MRT vor.

    04. Januar: Erstellung einer MRT. Der Radiologe meint, da wäre irgendein Prozess im Kiefer. (Juhu, ich bin nicht verrückt........).
    Kieferchirurg entnimmt Knochen zur Biopsie und räumt die Stelle im Kiefer aus. Es wäre viel 'Schlonz' drin gewesen. Er weiß aber nicht warum.
    Der Boden zur Kieferhöhle wäre auch schon angegriffen gewesen. Deshalb hatte ich zum Schluß wohl auch Kopfweh und andere Symptome, ähnlich wie die einer Sinusitis.

    11. Januar: Mein Zahnarzt entfernt die Fäden (dafür wollte ich nicht 350km je Weg zur Uni fahren).
    Er findet eine seltsame Ausbuchtung am Kiefer zum Mundraum hin in Höhe 27.

    Schmerzen sind besser, aber irgendetwas stimmt noch nicht. Es ist immer noch irgendetwas aktiv im Kiefer Aber das Kopfweh ist viel besser.

    19. Januar: Befund der Biopsie ist da:
    " Vitales und weitgehend reglrecht strukturiertes kortikales und spongiöses
    Knochengewebe (Oberkiefer links) mit zellarmer und gefäßreicher Markraumfibrose
    nebst schütterem Rundzellinfiltrat. Ob der Befund Residuen einer chronischen
    Osteomyelitis entspricht oder ggf. aus dem Randbereich einer hier nicht
    erfassten Läsion stammt, kann am hier vorliegenden Material nicht beurteilt
    werden."

    Rücksprache mit Kieferchirurg. Ich erzähle ihm am Telefon von der Ausbuchtung. Er kann sich darunter nichts vorstellen. Deshalb bitte ich meinen Zahnarzt den Chirurg anzurufen, was er auch hoffentlich dann am Montag tun wird.

    Langsam habe ich irgendwie keine Lust mehr, aber aufgeben geht nicht, schließlich habe ich zwei Kinder.
    Ich werde kämpfen, und es irgendwann auch schaffen.

    Zumindest glaubt man mir jetzt und hat einen Anhaltspunkt.

    Viele Grüsse und Sie hören von mir, wie es weitergeht,

    Ihr Zahnarzthasser

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