Sehr geehrtes Fachpersonal,
ich habe scheinbar genetisch nicht die beste Zahnsubstanz, denn trotz regelmäßiger und gründlicher Pflege habe ich (25,w) immer wieder Probleme, Karies - besonders in den Zwischenräumen (ich vermute inzwischen, dass das auch ein Resultat meiner kieferorthopädischen Historie ist, da ich der Meinung bin, dass meine Zähne wirklich sehr, sehr eng stehen), etc.
Nun geht es explizit um meine linke Kieferseite. Der vorletzte Backenzahn im UK wurde vor ca. 2,5 Jahren an der einen Seite mit einer tiefen Kunststofffüllung versehen, zu Beginn dieses Jahres kam ich mit Schmerzen am gleichen Zahn zum Zahnarzt, siehe da: Zwischenraumkaries an der anderen Seite, direkte Überkappung, Zementfüllung (Begründung: Dann haben wir uns die teure Füllung gespart, wenn er hochgeht - wenn es ein Jahr gutgeht, tauschen wir sie aus). Der Zahn machte noch mehrere Wochen nach der Füllung Mucken, was sich aber im Endeffekt mit einer "Ibuprofen-Kur" beheben ließ. Bis zur vergangenen Woche war er dann unauffällig und nun ging es wieder los mit unregelmäßigen Schmerzen, besonders im Liegen und bei Bettwärme. Am Freitag war ich beim Zahnarzt, der Zahn ist vital, nicht klopfempfindlich und auch nicht sonderlich kälte- oder wärmeempfindlich. Daher riet mir der Doc zum Abwarten und dazu, es nochmal mit der "Ibu-Kur" zu versuchen. Nun ist diese jedoch nicht erfolgreich, noch dazu kann ich bei einer Schmerzattacke nicht einmal mehr den genauen Zahn zuordnen, es kommen vom vorletzten Backenzahn aus noch die beiden davorliegenden in Frage, aber auch die gegenüberliegenden im OK. Dort wurde ebenfalls der vorletzte Backenzahn vor einigen Monaten (indirekt) überkappt und am vierer nun noch eine Karies diagnostiziert, die kommende Woche entfernt werden soll (der 5er war nicht angelegt - die Lücke wurde mit einer Zahnspange geschlossen).
Ich ging eigentlich davon aus, dass der vorletzte Backenzahn im UK des Pudels Kern ist, aber inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher. Das Röntgenbild zeigte keine apikale Aufhellung, der ZA meinte, er sehe noch aus wie im Januar. Nun habe ich morgen Früh wieder einen Termin und tendiere stark zur WB, um danach HOFFENTLICH endlich meine Ruhe zu haben (auch wenn das meine erste wäre und ich ziemliche Angst davor habe)... doch was ist, wenn es doch nicht dieser Zahn ist, der schuldig ist?
Ich bin es einfach leid, habe keinen Nerv mehr für die ständigen Schmerzen (bzw. das Warten darauf) und das permanente Schlucken von Schmerzmitteln. Ich kann es mir konzentrationstechnisch und zeitlich neben Studium und zwei Nebenjobs einfach nicht mehr leisten, dauernd Zahnprobleme zu haben.
Mein Zahnarzt ist Facharzt für Oralchirurgie und Implantologe, ich vertraue ihm und dem weiteren in dieser Praxis tätigen Arzt sehr, empfinde es auch als sehr vertrauenserweckend, dass die beiden nicht einfach "kurzen Prozess" machen und immer versuchen, meine Zähne trotz tiefen Defekten am Leben zu erhalten. Die Betäubungen sitzen auch immer sehr gut, ich habe das Bohren an mehreren Zähnen bis an den Nerv nicht gespürt. Ist das ein gutes Zeichen, dass ich auch eine WB halbwegs schmerzfrei überstehen könnte?
Ich weiß einfach nicht mehr weiter und möchte aber auch nicht einen Zahn töten lassen, der eigentlich gar nicht das Problem ist. Wie kann man sich sicher sein, welcher Zahn schuld ist?



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