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Top-Beitragsschreiber: Belsky (4.832)
Wir begrüßen unseren neuesten Benutzer, shewolf.
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Frage - Antwort! Thema, Schmerzen nach WZ-OP in DDr. Belsky berät Sie persönlich; Zitat von Belsky Ein verlagerter Weisheitszahn eben ... aber Vorsicht, selbst bei der banalsten OP kann was passieren ... das ...
  1. #21
    Sonnenblume ist offline Denta-Beauté Forumsmitglied
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    Zitat Zitat von Belsky Beitrag anzeigen
    Ein verlagerter Weisheitszahn eben ... aber Vorsicht, selbst bei der banalsten OP kann was passieren ... das schreibe ich nicht um Ihnen Angst zu machen, ich will Ihnen aber auch keinen "Freifahrtschein" geben das alles immer gut wird ... manchmal können Komplikationen entstehen ...
    Irgendwie kann - wenn man Pech hat - bei jeder OP was passieren. Was mir logisch bewusst ist - so "halb" zumindest. Denn man will ja nicht ständig mit allen möglichen Komplikationen "bewusst" rechnen Mir war nur wichtig, abzuklären, ob bei dem 38 "was im Gange" ist. Für mich sah der weisse Böbbel an der Zahnwurzel irgendwie wie eine Wurzeldeformation und der dunkle leichte Schatten unterhalb des Zahnes wie der "Anfang" eines Abszesses aus. Kopfkino eben oder zu viel Phantasie

    Danke, ich weiß, dass es keinen Gott gibt und somit gibts auch nix zu feiern ... aber den Urlaub genieße ich ...
    Dann wissen Sie eindeutig mehr als meine Wenigkeit

    In diesem Sinne,
    liebe Grüsse
    Geändert von Sonnenblume (30.03.2011 um 19:10 Uhr)

  2. #22
    Avatar von Belsky
    Belsky ist offline Administrator
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    Sehr liebe Sonnenblume!

    Mir war nur wichtig, abzuklären, ob bei dem 38 "was im Gange" ist.
    Alles ok ...

    Dann wissen Sie eindeutig mehr als meine Wenigkeit
    Wenn man ein wenig nachdenkt, liest und eins und eins zusammen zählt, dann weiß es ein jeder ...
    Wir hoffen Ihnen ein bisschen geholfen zu haben und verbleiben Hochachtungsvoll



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    Aussagen in diesem Forum stellen keine medizinische Diagnose dar. Unsere Antworten und Überlegungen beziehen sich auf Ihre schriftlich dargestellten Schilderungen. Ärztlich medizinische Diagnosen können nur nach eingehender klinischer Untersuchung (Befundung) gestellt werden. Eine Diagnose ist die Voraussetzung für die richtige Therapie (Befundung >> Diagnose >> Therapie). Eventuell angegebene Preise dienen grob zu Ihrer Information, es handelt sich nicht um einen Kostenvoranschlag. Wir behalten uns zudem das Recht vor, Preise individuell zu ändern.

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  3. #23
    Sonnenblume ist offline Denta-Beauté Forumsmitglied
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    Zitat Zitat von Belsky Beitrag anzeigen
    Sehr liebe Sonnenblume!

    Wenn man ein wenig nachdenkt, liest und eins und eins zusammen zählt, dann weiß es ein jeder ...
    ...darüber lässt sich bekanntlich ja streiten und ganze wissenschaftlich, philosophisch angehauchten Abhandlungen verfassen - ohne aber, meiner Meinung nach, jemals sich einer Antwort bzw. Theorie sicher sein zu können - zumindest im Hier und Jetzt Genauso, wie es meiner Meinung nach unmöglich ist, die Existenz Gottes zu beweisen, ist es genauso unmöglich, dessen Nichtexistenz wissenschaftlich zu erfassen. Dabei kann aber das eine vom anderen dennoch nicht ausgeschlossen werden. Ich glaube auch nicht an Gott, schliesse aber dessen Existenz nicht vollkommen aus.

    Weihnachten ist für mich demnach kein religiöses Fest, als vielmehr ein Fest des fröhlichen Beisammenseins. Ich entziehe mich - so gut es geht - dem kollektiven Konsumgedanken, versinke in Weihnachtsgebäck und Kitsch der ganz besonderen Art und fühle mich gut dabei

    Zum 38: da bin ich natürlich mehr als erleichtert, dass mir meine Phantasie bloss einen kleinen Streich gespielt hat und alles im Rahmen des normalen geblieben ist Ich bin auf jeden Fall mehr als froh (und das nicht nur aus finanziellen Beweggründen), sobald ich meine gesamten Behandlungen (Kariesbehandlung, 38, Spange, Implantate) fertig abgeschlossen habe.

    Liebe Grüsse,
    Sonnenblume
    Geändert von Sonnenblume (30.03.2011 um 19:11 Uhr)

  4. #24
    Avatar von Belsky
    Belsky ist offline Administrator
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    Sehr liebe Michaela!

    ...darüber lässt sich bekanntlich ja streiten und ganze wissenschaftlich, philosophisch angehauchten Abhandlungen verfassen
    Ich denke, da haben Sie zu wenig gelesen ...

    • 13-17 Milliarden Jahre existiert das All ...
    • die abrahamtischen Religionen stellen den Menschen als höchste Errungenschaft der Schöpfung dar ...
    • 100 000 Jahre ist der Mensch auf der Kugel ...


    Sprich, das von den abrahamtisch steuernd lenkende Wesen - Gott, läßt uns 0,0000067% der Zeit an dem Spektakel teilhaben - wie lenkt der?

    Würden Sie bei dieser Gewinnchance im Lotto spielen? Keiner würde das ...
    Die Verstrickungen der vorherrschenden Weltreligionen mit der Realpolitik sind gut dokumentiert - lesen Sie mal was z.B. Kardinäle sind/waren ...

    Wieso der Mensch generell glaubt - sei es an Zenon, Zeus, Allah oder Gott - ist ebenfalls evolutionsbiologisch geklärt ... was uns in jungen Jahren hilft, fällt uns später auf den Kopf ...

    Also nicht glauben - denn glauben bedeutet nicht wissen

    Genauso, wie es meiner Meinung nach unmöglich ist, die Existenz Gottes zu beweisen, ist es genauso unmöglich, dessen Nichtexistenz wissenschaftlich zu erfassen. Dabei kann aber das eine vom anderen dennoch nicht ausgeschlossen werden. Ich glaube auch nicht an Gott, schliesse aber dessen Existenz nicht vollkommen aus.
    Agnostizismus ... bringt nicht viel in dem Punkt, den man kann sehr gut beweisen, dass es keinen Gott gibt ...

    Oben nur ein paar Argumente - Logik; wie Kirche Religionen für sich verwendet; wieso wir glauben ...

    Alles ist erklärbar, außer - wieso gibt´s nicht nix ...
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    和平

  5. #25
    Sonnenblume ist offline Denta-Beauté Forumsmitglied
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    Selbst wenn ich alle Bücher dieser Welt gelesen hätte, wäre es meiner Meinung nach immer noch unmöglich, von einer Nicht-Existenz Gottes zu sprechen, bzw. diese wissenschaftlich zu untermauern. Wenn ich eines gelernt habe, so es ist, mir immer wieder ins Bewusstsein zu holen, dass es so etwas wie „sicheres“ Wissen nicht gibt. Was nicht bedeutet, dass ich mich naiv in meine Höhle zurück ziehe und mich der „modernen“ Welt komplett entziehe. Vielmehr habe ich es mir zu meiner Einstellung gemacht, von „halbsicheren“ Wahrheiten zu sprechen und Dinge immer wieder zu hinterfragen und aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Auch wenn diese Perspektiven von meiner Einstellung zum Leben noch so abweichen oder sich von dieser unterscheiden.

    Ich persönlich glaube nicht an Gott, da ich es für sehr unwahrscheinlich halte, dass es ihn gibt, aber ich möchte die Existenz eines solchen Wesens (oder einer anderen „Macht“, einer anderen höheren „Energie“) nicht komplett ausschliessen. In vergangener Zeit haben so viele Menschen (Philosophen, Wissenschaftlicher, Schriftsteller und Künstler) versucht, sich der Gottesfrage anzunähern, bzw. versucht, so genannte Gottesbeweise aufzustellen, oder Kritik an diesen zu üben, als vielmehr auch versucht, zu beweisen, dass es Gott eben nicht gibt, dass man als Leser irgendwann nur noch mit wirren Gedanken zurück bleibt, und genauso viel „weiss“ wie vorher. Es gibt Argumente für und gegen Gott. Und derjenige, der behauptet, (denn wir sprechen ja immer noch wahrhaftigem Wissen, und nicht von glauben), mit wissenschaftlicher Sicherheit sagen zu können, es würde einen (oder keinen) Gott geben, läuft meiner Meinung nach Gefahr, sich zu sehr nur auf eine Richtung, auf einen Weg festzulegen, bzw. das Gesamtbild aus den Augen zu verlieren. Manche würden dann vielleicht von „unsicheren“ Menschen sprechen, die sich nicht entscheiden können, sich nicht festlegen wollen. Aber hat nicht genau diese „Gabe“ (nämlich auch die sichersten Dinge auf dieser Welt zu hinterfragen) weiteres Wissen (technologische Veränderung u.v.m.) ermöglicht?

    Ich glaube ebenfalls zu wissen, warum wir glauben, bzw. warum wir Religionen, warum wir einen Gott brauchen. Der Mensch hat Angst vor Vergänglichkeit, ist sich wohl als einziges Wesen auch seiner eigenen Vergänglichkeit bewusst. Er weiss, dass Menschen, die er gern hat, sterben werden und ist sich alsbald bewusst, dass auch er irgendwann sterben wird. Er weiss, dass schöne Momente irgendwann vergehen, dass die Natur kein gut und kein böse kennt, sondern einfach „macht“, und er sieht sich mit der Welt und ihrer Umgebung (Weltall, Universum) konfrontiert. Und merkt, dass er eigentlich gar nichts weiss. Und das erzeugt Angst. Ein Teil der Menschheit (der wohl grössere meiner Meinung nach) löst dieses Problem, in dem er sich einen Gott „erschafft“, der andere, in dem er panisch versucht, alles mögliche dieser Welt (und ihrer Umgebung) erklären zu wollen, und stürzt sich fast schon hysterisch auf alles wissenschaftliche, um ja nicht in Unwissenheit zu bleiben. Denn Unwissenheit erzeugt Unsicherheit. Und Unsicherheit Angst.

    Ob wir nun an Gott glauben oder an das Wissen - wo ist der Unterschied? Weder das eine noch das andere ist „sicher“ (!) fassbar. Sondern nur „erahnbar“ - falls es letzteres Wort überhaupt gibt

    Und zur anderen Sache: natürlich sind Religion und die Institution Religion zwei paar Schuhe. Ich trenne das immer. Den katholischen Glauben an und für sich und die Kirche als Religion. Glaube und Institution sollte man meiner Meinung nach nicht in einen Topf werfen. Ich stimme mit Ihnen aber darin überein, dass (um beim Katholizismus zu bleiben), die Kirche (und das nicht nur in der Vergangenheit) den Glauben der Menschen missbraucht hat, aus politischen, persönlichen oder gesellschaftlichen Gründen. Allerdings klärt diese Tatsache die Gottesfrage nicht Noch ist sie ein Argument für oder gegen Gott.

    Wenn ich mir nur vorstelle, wie „viel“ wir über die Welt glauben zu „wissen“ (ich spreche hier ganz konkret von der Weltkugel und den Menschen, die auf ihr leben, von unserem Sonnensystem und darüber hinaus gehe ich nicht), und wie wenig vom Rest (hier spreche ich ganz konkret vom restlichen Universum, dass unendlich riesig zu sein scheint, da gab es ja mal diesen schönen Vergleich von...Hawking glaube ich.... die Weltkugel ist ein Sandkorn, der sich in einer riesigen Kathedrale befindet. Die Kathedrale ist das Weltall), dann bin ich davon überzeugt, dass es sehr gut sein kann, dass es Gott doch gibt, oder sogar mehrere, oder gar keinen. Oder dass die Welt als solche nur eine Illusion ist, dass alles Illusion ist. So gesehen ist DANN alles möglich. Wenn wir 1% der Welt glauben zu verstehen und die restlichen 99% unerforscht sind - und wohl immer unerforscht bleiben. Von dieser „Basis“ aus würde ich nicht den Mut haben, zu behaupten, zu wissen, dass es Gott nicht gibt.

    Wie erklärt sich ein Atheist die Welt?

    Mittlerweile ist man sich ja nicht einmal mehr sicher, ob es den Urknall überhaupt gegeben hat... was war davor? Voraus gesetzt es hat ihn gegeben? Wie erklären Sie sich das? Gibt es einen ersten bewegten Bewegenden, von dem Aristoteles bereits gesprochen hat, oder gibt es keine erste Ursache? Wie kann es aber keine erste Ursache geben? Kann diese erste Ursache nicht „Gott“ sein? Schöne Fragen, auf die es wohl zig Antworten gibt. Aber keine Antwort ist sicher oder die einzig wahre. Meiner Meinung nach.

    Sehr viel geschrieben jetzt, aber ich liebe es nun mal, über solche Dinge zu diskutieren, bzw. zu philosophieren

    Lg,
    Sonnenblume
    Geändert von Sonnenblume (30.03.2011 um 19:16 Uhr)

  6. #26
    Avatar von Belsky
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    Sehr liebe Michaela!

    Sehr viel geschrieben jetzt, aber ich liebe es nun mal, über solche Dinge zu diskutieren, bzw. zu philosophieren
    Schön, meiner Meinung nach eines der wenigen Dinge, über die es sich lohnt nachzudenken ... unser sein ... und die Zähne natürlich

    Selbst wenn ich alle Bücher dieser Welt gelesen hätte, wäre es meiner Meinung nach immer noch unmöglich, von einer Nicht-Existenz Gottes zu sprechen, bzw. diese wissenschaftlich zu untermauern.
    In der Wissenschaft stellt man eine Hypothese auf und überprüft diese üblicherweise nach dem deduktiv-nomologischen Modell. Dabei werden beobachtete Daten auf die Hypothese angewendet und damit verglichen, ob die Ergebnisse mit den tatsächlich beobachteten Ereignissen übereinstimmen. Ist die Übereinstimmung gegeben, wurde die Hypothese bestätigt und die zugrunde liegende Theorie hat sich bewährt.

    Bei Religionen geht man da interessanterweise genau den anderen Weg, diejenigen, die nicht glauben, sollen beweisen, dass es einen Gott nicht gibt. Dieser Ansatz ist vollkommen "unwissenschaftlich". Wie soll man etwas beweisen, was es nicht gibt - das geht doch gar nicht. Würde ich in der Ordi etwas von Engerln, Heiligen usw. erzählen, würde man mich zu Recht einweisen, die Kirche ist voll von mythologischen Märchen, nach deren Beweis sich keiner schert. Wenn man diese aber in Frage stellt, dann hat die Kirche sofort einen passenden Satz, teilweise auch Gewalt mit deren Hilfe sie sich "Denkern" entledigt ...

    Wenn ich eines gelernt habe, so es ist, mir immer wieder ins Bewusstsein zu holen, dass es so etwas wie „sicheres“ Wissen nicht gibt. Was nicht bedeutet, dass ich mich naiv in meine Höhle zurück ziehe und mich der „modernen“ Welt komplett entziehe.
    Es bedarf kein sicheres Wissen um unsere Entscheidungen im Alltag zu fällen, die meisten Dinge, die wir im Alltag als "sichere Wahrheit" annehmen, sind nicht 100% sicher. Den meisten Menschen reichen einige Prozent "Wahrheit" um etwas als falsch oder richtig einzuordnen. Auch hier weichen die Religionen ab, ein denkendes lenkendes Wesen, lässt uns 0,0000067% der Zeit an dem Spektakel teilhaben. Was machen wir draus, wir stellen uns auf die höchste Stufe der Evolution und preisen einen Gott als lenkendes Wesen, der unser Schicksal wohlwollend lenkt.

    Meine Logik sagt mir bei 0,0000067% das ist Schwachsinn ... aber wieso glauben so viele Menschen daran ... immer und immer wieder ... auch das ist relativ einfach zu erklären ...

    In jungen Jahren, in unserer Kindheit ist es für das Individuum effizienter sich eine Regel als viele zu merken. Alles was der große - die Erwachsenen, in der Regel Mama oder Papa, sagen gilt es zu befolgen, denn das spart uns Leid. Es ist also einfacher sich zu merken "alles was der Große sagt befolge ich" als sich die vielen Einzelregeln zu merken: greif das nicht an, dort kannst dich verbrennen, Vorsicht Steckdose, usw.

    In jungen Jahren kommt das dem Säuger Mensch zu Gute, später jedoch im Erwachsenenalter ist der Mensch ständig nach dieser Führung auf der Suche, ein guter Keimboden für Religionen.

    Ich könnte Ihnen noch vielmehr über das Phänomen Religionen schreiben, aber Sie selbst können das studieren, hinterfragen Sie einfach nur "Gegebenheiten" ... wieso glauben wir, wieso haben wir Emotionen ... Sie werden auf viele interessante Dinge stoßen ... Emotionen z.B. sind auch so eine Sache, früher sehr hilfreich, heute hindern sie uns am Mensch werden ...

    Ich persönlich glaube nicht an Gott, da ich es für sehr unwahrscheinlich halte, dass es ihn gibt, aber ich möchte die Existenz eines solchen Wesens (oder einer anderen „Macht“, einer anderen höheren „Energie“) nicht komplett ausschliessen.
    Das sagen heutzutage die meisten Menschen, der Grund für Ihr Verlangen nach diesem "höheren Wesen" ist tief in Ihren Genen verankert ... Evolution ... mal sehen ob wir daraus einen Vorteil erzielen können ...

    In vergangener Zeit haben so viele Menschen (Philosophen, Wissenschaftlicher, Schriftsteller und Künstler) versucht, sich der Gottesfrage anzunähern, bzw. versucht, so genannte Gottesbeweise aufzustellen, oder Kritik an diesen zu üben, als vielmehr auch versucht, zu beweisen, dass es Gott eben nicht gibt, dass man als Leser irgendwann nur noch mit wirren Gedanken zurück bleibt, und genauso viel „weiss“ wie vorher.
    Sie sollen nicht glauben, Sie sollen denken ...

    Es gibt Argumente für und gegen Gott.
    Sie sollen nicht argumentieren, sondern Sachverhalte objektiv analysieren ...

    Und derjenige, der behauptet, (denn wir sprechen ja immer noch wahrhaftigem Wissen, und nicht von glauben), mit wissenschaftlicher Sicherheit sagen zu können, es würde einen (oder keinen) Gott geben, läuft meiner Meinung nach Gefahr, sich zu sehr nur auf eine Richtung, auf einen Weg festzulegen, bzw. das Gesamtbild aus den Augen zu verlieren.
    Was ändert ein Gott, oder kein Gott an dem Gesamtbild ... die Gesetzte dieser Welt sind relativ einfach ... Leid erzeugt Leid, Gutes erzeugt Gutes ... mit und ohne Gott ...

    Manche würden dann vielleicht von „unsicheren“ Menschen sprechen, die sich nicht entscheiden können, sich nicht festlegen wollen. Aber hat nicht genau diese „Gabe“ (nämlich auch die sichersten Dinge auf dieser Welt zu hinterfragen) weiteres Wissen (technologische Veränderung u.v.m.) ermöglicht?
    Der Säuger Mensch ist von Natur aus neugierig, mit und ohne Gott ...

    Ich glaube ebenfalls zu wissen, warum wir glauben, bzw. warum wir Religionen, warum wir einen Gott brauchen. Der Mensch hat Angst vor Vergänglichkeit, ist sich wohl als einziges Wesen auch seiner eigenen Vergänglichkeit bewusst. Er weiss, dass Menschen, die er gern hat, sterben werden und ist sich alsbald bewusst, dass auch er irgendwann sterben wird. Er weiss, dass schöne Momente irgendwann vergehen, dass die Natur kein gut und kein böse kennt, sondern einfach „macht“, und er sieht sich mit der Welt und ihrer Umgebung (Weltall, Universum) konfrontiert. Und merkt, dass er eigentlich gar nichts weiss. Und das erzeugt Angst.
    Das einfachste begreifen nur die Besten ... wir alle, sowie unsere Umgebung, Planeten, Sonnensysteme ... all das ist Energie, Materie ohne Masse. In verschiedenen LHC versucht man Materie Masse zuzuschreiben - bislang ohne Erfolg ... alles ist nur Energie, wir vergehen nicht, wir verlieren auch nicht, kein Leben nach einem Tod ... der Mensch ist eine energetische Kondensation, die sich innerhalb einer kurzen Spanne dieser Phänomene bewusst werden kann, reflektieren kann. Das ist sehr schön, es bedarf keinen Gott, keiner Erklärung ...

    Ein Teil der Menschheit (der wohl grössere meiner Meinung nach) löst dieses Problem, in dem er sich einen Gott „erschafft“, der andere, in dem er panisch versucht, alles mögliche dieser Welt (und ihrer Umgebung) erklären zu wollen, und stürzt sich fast schon hysterisch auf alles wissenschaftliche, um ja nicht in Unwissenheit zu bleiben. Denn Unwissenheit erzeugt Unsicherheit. Und Unsicherheit Angst.
    Ich würde den Bogen weiterspannen ... ein Teil der Menschen, nützt den evolutionären Nachteil im Erwachsenenalter der Menschen und schreit: Gott will das Ihr gebt bis es weh tut! und sie tun es ... der Papst ist kein Gläubiger, glauben Sie mir?

    Ob wir nun an Gott glauben oder an das Wissen - wo ist der Unterschied? Weder das eine noch das andere ist „sicher“ (!) fassbar. Sondern nur „erahnbar“ - falls es letzteres Wort überhaupt gibt
    Dieser Glaube, samt Religionen brachte uns nur Leid, alle Kriege, alle Konflikte dieser Welt sind religiöser Natur, das entzweit uns Menschen nur, deshalb ist es wichtig, das wir damit aufhören. Das Problem aber, nur wenige wollen denken, die Massen wollen nicht denken ...

    Wie erklärt sich ein Atheist die Welt?
    Nur weil man etwas nicht erklären kann, braucht man nicht glauben ... ich sage ja: wieso gibts nicht nix? Eine einfache Frage, die wir vermutlich nie beantworten werden können, deshalb brauch ich aber nicht zu glauben ... die Menschen wußten vieles nicht, wieso gibt es Blitze? Man wußte es früher nicht, man glaubte halt an Hexen und Schwuppdiwupp verbrannte man einige hunderttausend Menschen ... Nichtwissen soll kein Anlass zum glauben sein ... für viele ist es da aber ...

    Mittlerweile ist man sich ja nicht einmal mehr sicher, ob es den Urknall überhaupt gegeben hat... was war davor? Voraus gesetzt es hat ihn gegeben? Wie erklären Sie sich das?
    Da weiß man schon ein wenig mehr ... man nimmt an, dass diese Energie fluktuiert, also einmal sich kondensiert auf einen Punkt und dann sich wieder ausdehnt, Urknalle hat es also mehrere gegeben, wieso es diese Energie gibt, kann ich Ihnen aber auch nicht sagen eines kann ich aber sagen, Gott hat damit nix zu tun, dagegen sprechen zu viele Fakten ...
    Wir hoffen Ihnen ein bisschen geholfen zu haben und verbleiben Hochachtungsvoll



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    Aussagen in diesem Forum stellen keine medizinische Diagnose dar. Unsere Antworten und Überlegungen beziehen sich auf Ihre schriftlich dargestellten Schilderungen. Ärztlich medizinische Diagnosen können nur nach eingehender klinischer Untersuchung (Befundung) gestellt werden. Eine Diagnose ist die Voraussetzung für die richtige Therapie (Befundung >> Diagnose >> Therapie). Eventuell angegebene Preise dienen grob zu Ihrer Information, es handelt sich nicht um einen Kostenvoranschlag. Wir behalten uns zudem das Recht vor, Preise individuell zu ändern.

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    和平

  7. #27
    Sonnenblume ist offline Denta-Beauté Forumsmitglied
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    Bevor ich nun auf Ihre Argumente eingehe, möchte ich noch einmal erwähnen, dass ich ebenfalls nicht an Gott glaube, und Ihre Sichtweise, warum Menschen unter anderem einen Gott bzw. Religion oder Spiritualität brauchen, ebenfalls vertrete. Lediglich die Tatsache, dass Sie von einer „wissenschaftlichen Sicherheit“ in Bezug auf die Gottesfrage sprechen, kann ich nicht vertreten.

    So, dann mal schön der Reihe nach:

    Ich gehe auch nicht davon aus, dass es Engel oder andere mythische Wesen gibt. Und ich stelle mir - oder würde mir - Gott auch nicht als alten Mann mit weissem Bart vorstellen, der irgendwo im Paradies auf einer Wolke sitzt, Tee trinkt und uns Menschen im Alltag beobachtet. Wenn ich von einem Gott spreche, spreche ich von einem Wesen, dass über uns steht und für bestimmte Dinge auf dieser Welt verantwortlich ist. Dieses Wesen kann pure Energie sein, oder aber auch wir selbst. Sprich: die Natur. So gesehen kann dann alles Gott sein. All das, was wir mit Existenz verbinden, ist Gott. Oder könnte Gott sein.

    Wenn ich also von Gott spreche, spreche ich nicht unbedingt von „unserem katholischen Gott“, ich spreche dann auch nicht davon, dass die Welt in sieben Tagen erschaffen wurde, es Wunder und Heilige gibt, Engel auf den Bäumen sitzen, Teufel aus der Hölle in das irdische Leben empor schreiten und uns Menschen mit ihrem schwarzen Gift verpesten. Allerdings könnte ich mir gut vorstellen, dass es dennoch, irgendwo anders, ein Wesen gibt, oder auch mehrere, dass uns lenkt, oder, unabhängig davon, dass es für unser Dasein verantwortlich ist. Oder, anders formuliert: ich glaube nicht (!) daran, möchte aber diese andere Möglichkeit nicht vollkommen ausschliessen.

    Was machen wir draus, wir stellen uns auf die höchste Stufe der Evolution und preisen einen Gott als lenkendes Wesen, der unser Schicksal wohlwollend lenkt
    Das hört sich so „negativ“ an...also ich persönlich würde mich auch nicht auf die höchste Stufe der Evolution stellen, allerdings finde ich es auch nicht moralisch verwerflich wenn dies andere tun.

    Wieso wir einen Gott brauchen? Ich glaube nicht, dass das mit irgendwelchen Regeln zu tun hat, oder damit, dass sich Kinder viele Regeln nur schlecht, und eine Regel dafür ganz besonders gut merken können. Ich bin wie gesagt davon überzeugt, dass wir mit der Angst in uns (der Angst vor Selbstverlust, der Angst, ausgeliefert zu sein, der Angst vor Orientierungslosigkeit, der Angst vor Vergänglichkeit) nicht oder nur sehr schwer umgehen können.

    In der Kindheit ist es so, dass „Mama und Papa“ Helden sind. Sie stehen über der Welt, über dem Leben und können alles. Kinder nehmen die Umwelt noch sehr magisch und egozentrisch war, verstehen vieles nicht, (können dies auch teilweise nicht verstehen, da ihnen das logisch Denkvermögen (noch) dazu fehlt) und brauchen deswegen Märchen, Wesen aus einer anderen Welt, sie glauben, dass der Tisch eine Seele hat, lebt und da ist, so wie sie u.v.m. Wenn wir aber grösser werden, zerbricht dieses Bild. Der Mensch merkt, dass die Welt nicht „so schön“ ist, wie wir glaubten, dass sie es ist. Er merkt, dass die Welt grausam ist, die Eltern nicht über den Dingen, sondern ihnen sogar ausgeliefert sind und nur bedingt etwas kontrollieren können. Dieses Bild von einer „schönen, heilen Welt“ wird binnen weniger Sekunden zerstört. Die Sicherheit und das damit verbundene Vertrauen auch. Was tut der Mensch dagegen? Er muss sich eine neue Sicherheit und neues Vertrauen suchen.

    Manche gehen dann den Weg in die Religion, bzw. vertiefen ihr Bildnis davon. Sie brauchen Gott, um sich sicher zu fühlen. Brauchen ihn, um „beschützt“ zu werden. Sie brauchen die Institution Kirche, um sich in einer Gemeinschaft (stellvertretend bzw. als Ersatz für die frühere Kernfamilie) integriert und aufgenommen zu fühlen. ängste, die immer wieder hoch kommen (wenn ein Familienmitglied stirbt beispielsweise) werden durch die Religion und durch den Glauben an Gott bewältigt. „Man sieht sich im Paradies wieder... oder... meiner Mama geht es jetzt besser, sie ist bei Gott“.... sind für viele oft tröstende Worte und helfen, Trauer zu überwinden. Ich glaube, dass Gott sehr oft als „Elternersatz“ fungiert und ängste und Unsicherheit in uns kompensiert.

    Ein anderer Teil der Menschen stürzt sich auf das Wissen. Liest Bücher, meist wissenschaftlicher Natur, und möchte die Welt verstehen. Wie sie funktioniert, warum wir da sind, was in absehbarer Zukunft passiert. Und versucht dadurch, diese ängste, dieses fehlende und erschütterte Vertrauen, durch Wissen (denn Wissen steht ja auch für Macht, und als Konsequenz dafür für Erhabenheit und Stärke) zu ersticken bzw. zu bewältigen.

    Das der Mensch im späteren Leben ständig einer Führung bedarf, bzw. dass Bedürfnis nach Führung hat, sehe ich auch so. Manche erschaffen sich dann einen Gott, andere werden Mönch in einem tibetischen Kloster, machen Selbsterfahrungsreisen und ernähren sich ausschliesslich von Tofu und NICHT genmanipuliertem Obst und wiederum andere werden Physiker, Mediziner, brauchen das Wissen, jede Theorie, sie brauchen den Verstand, die Vernunft oder so manch anderer, entfernt sich ganz von dieser Welt und möchte „vom Tuten und Blasen“ nichts wissen, weil es so einfacher ist, das Leben zu ertragen. Wie auch schon Jostein Garder in seinem Buch „Sofie‘s Welt“ schrieb... manchmal ist es einfach bequemer und weniger angstbesetzt, wenn man sich‘s ganz unten im Kaninchenfell gemütlich macht und sich ja nicht anstrengt hochzuklettern und die Welt von „oben“ zu betrachten.

    Wieso hindern uns Emotionen am „Mensch-werden“? Sind es nicht gerade sie, die uns zum Mensch machen? Empathie zum Beispiel? Oder auch die menschliche Aggression?

    Sie sollen nicht glauben, Sie sollen denken...
    Was wäre, wenn ich Ihnen sage, dass ich beides kann?

    Sie sollen nicht argumentieren, sondern Sachverhalte objektiv analysieren...
    ...tue ich das nicht bereits?

    Natürlich ist der Mensch von Natur aus neugierig, mit und ohne Gott. ABER: Ich habe das nur deswegen angebracht, diese Sichtweise, weil ich es für etwas „fatal“ halte, von wissenschaftlich sicheren Dingen zu sprechen, ohne aber jenes „Ding“ (Gott), dass man wissenschaftlich untersuchen möchte, fassen zu können. Dass man, (und würde man sich dann nicht als die pure, tollste, genialste und höchste Stufe der Evolution verhalten), nur weil man ein paar Dinge hier auf dieser Welt (Weltkugel, Sonnensystem) wissenschaftlich mit einem bestimmten Mass an Wahrscheinlichkeit versteht, aber den Rest (Sie wissen mit Sicherheit selbst, wie unendlich gross unser Weltall ist, und dass wir nicht einmal einen Bruchteil davon rational verstehen) nur erahnen kann, auf Grund dieser Ausgangsbasis mit Sicherheit sagen kann, es würde keinen Gott geben. Scheint mir etwas „naiv“ zu sein.

    das Einfachste begreifen nur die Besten...
    Diese Aussage müssen Sie mir bitte etwas genauer erklären...

    Viele Konflikte hier auf dieser Welt haben einen religiösen Hintergrund. Aber sie wären genauso da, wenn es Religion nicht geben würde, glauben Sie mir. Der Mensch würde sich dann um andere Dinge streiten. Es ist nun mal leider so, dass der Mensch auch eine „dunkle“ Seite hat. Er möchte Anerkennung haben, möchte Macht besitzen, möchte gut sein, in dem was er tut. Wir alle haben einen narzisstischen Charakter, streben danach, etwas aus unserem Leben zu machen (diese ganzen Konflikte fangen ja schon im Kleinen an), auch wenn andere dabei auf der Strecke liegen. Man möchte der Schönste, Beste und Tollste sein! Zu jeder Zeit! Ein schöner Nährboden für Konflikte... oder Kriege. Die Religion stellt da nur einen „Deckmantel“ dar, glauben Sie mir...

    Nichtwissen ist sehr wohl ein Grund dafür, warum Menschen glauben. Das, was man nicht versteht, möchte man trotzdem erklärt haben. Ein Anlass, um Gott ins nähere Gesichtsfeld zu rücken.

    Gott hat also nicht‘s mit dieser Energie zu tun? Sie sprechen von Fakten... dann zählen Sie mir mal bitte diese Fakten auf... (Sie müssen mir jetzt nicht wissenschaftlich erklären, dass es keinen Gott gibt, denn ich glaube auch nicht an Gott, aber ich möchte verstehen lernen, wieso Sie diese mögliche „Tatsache“ wissenschaftlich so sicher untermauern können, bzw. sogar schon von „Objektivität“ sprechen, wo ich mir denke: „so objektiv kann das nicht sein...“

    In diesem Sinne verbleibe ich mit lieben Grüssen
    Geändert von Sonnenblume (30.03.2011 um 19:26 Uhr)

  8. #28
    Avatar von Belsky
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    Bevor ich nun auf Ihre Argumente eingehe, möchte ich noch einmal erwähnen, dass ich ebenfalls nicht an Gott glaube, und Ihre Sichtweise, warum Menschen unter anderem einen Gott bzw. Religion oder Spiritualität brauchen, ebenfalls vertrete. Lediglich die Tatsache, dass Sie von einer „wissenschaftlichen Sicherheit“ in Bezug auf die Gottesfrage sprechen, kann ich nicht vertreten.
    Ich muss mich bei Ihnen entschuldigen, ich wollte Sie nicht angreifen oder in ein Eck drängen ... habe die letzten Tage viel gearbeitet und viele Mails beantwortet ... dabei hab ich mich nicht richtig ausgedrückt ... ich denke, wir sehen die Dinge sehr ähnlich und dort, wo wir uns nicht treffen, wird es spannend ... die Würze des Lebens und philosophieren ...

    Ich gehe auch nicht davon aus, dass es Engel oder andere mythische Wesen gibt. Und ich stelle mir - oder würde mir - Gott auch nicht als alten Mann mit weissem Bart vorstellen, der irgendwo im Paradies auf einer Wolke sitzt, Tee trinkt und uns Menschen im Alltag beobachtet. Wenn ich von einem Gott spreche, spreche ich von einem Wesen, dass über uns steht und für bestimmte Dinge auf dieser Welt verantwortlich ist. Dieses Wesen kann pure Energie sein, oder aber auch wir selbst. Sprich: die Natur. So gesehen kann dann alles Gott sein. All das, was wir mit Existenz verbinden, ist Gott. Oder könnte Gott sein.
    An sich richtig ... aber es wird nix gelenkt ... oder wenn, dann widmet sich dieses Wesen einem anderen Projekt als uns ... dafür sprechen einfach nur die Zahlen ...

    Wenn ich also von Gott spreche, spreche ich nicht unbedingt von „unserem katholischen Gott“, ich spreche dann auch nicht davon, dass die Welt in sieben Tagen erschaffen wurde, es Wunder und Heilige gibt, Engel auf den Bäumen sitzen, Teufel aus der Hölle in das irdische Leben empor schreiten und uns Menschen mit ihrem schwarzen Gift verpesten. Ich würde zwar in diesem Falle auch nicht von einer „wissenschaftlichen Sicherheit“ sprechen wollen, allerdings kann man hier schon sehr deutlich davon sprechen, dass es diese Dinge mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht gibt. Allerdings könnte ich mir gut vorstellen, dass es dennoch, irgendwo anders, ein Wesen gibt, oder auch mehrere, dass uns lenkt, oder, unabhängig davon, dass es für unser Dasein verantwortlich ist. Oder, anders formuliert: ich glaube nicht (!) daran, möchte aber diese andere Möglichkeit nicht vollkommen ausschliessen.
    Das macht eben diese evolutionsbiologische Falle aus ... wir sehen uns nach einer "Lenkung" sowie wir als Kinder "gelenkt" wurden ...

    Das hört sich so „negativ“ an...also ich persönlich würde mich auch nicht auf die höchste Stufe der Evolution stellen, allerdings finde ich es auch nicht moralisch verwerflich wenn dies andere tun.
    Ich denke recht einfach ... Dinosaurier besuchten die Kugel 150 Mill. Jahre ... ihr Ende war ein Meteorit ... das nenne ich erfolgreich ... wir schafften noch nicht mal ein halbe Mille ... und haben schon sehr viel kaputt gemacht ... dass nenne ich nicht erfolgreich ...

    Wieso wir einen Gott brauchen? Ich glaube nicht, dass das mit irgendwelchen Regeln zu tun hat, oder damit, dass sich Kinder viele Regeln nur schlecht, und eine Regel dafür ganz besonders gut merken können. Ich bin wie gesagt davon überzeugt, dass wir mit der Angst in uns (der Angst vor Selbstverlust, der Angst, ausgeliefert zu sein, der Angst vor Orientierungslosigkeit, der Angst vor Vergänglichkeit) nicht oder nur sehr schwer umgehen können.
    Das mit der Evolutionsbiologie ist nichts woran man glaubt oder nicht, das ist eine Verhaltenspsychologische These ... so wie Motten mit dem Mondlicht navigieren ... stellen Sie eine Kerze hin und die Motte fliegt in immer kleiner werdenden Kreisen in die Flamme ... manche Dinge sind evolutionstechnisch von Vorteil, andere können aber auch später zum Nachteil werden ... die Kerze ist halt eine sehr junge Entwicklung ...

    Der Mensch merkt, dass die Welt nicht „so schön“ ist, wie wir glaubten, dass sie es ist. Er merkt, dass die Welt grausam ist, die Eltern nicht über den Dingen, sondern ihnen sogar ausgeliefert sind und nur bedingt etwas kontrollieren können. Dieses Bild von einer „schönen, heilen Welt“ wird binnen weniger Sekunden zerstört. Die Sicherheit und das damit verbundene Vertrauen auch. Was tut der Mensch dagegen? Er muss sich eine neue Sicherheit und neues Vertrauen suchen.
    Lassen wir das mal so stehen ... aber dann verstehe ich nicht wieso wir unser Glück im Glauben suchen, wo doch das nur Leid in der Vergangenheit gebracht hat ... wie wäre es mal mit denken?

    Ein anderer Teil der Menschen stürzt sich auf das Wissen. Liest Bücher, meist wissenschaftlicher Natur, und möchte die Welt verstehen. Wie sie funktioniert, warum wir da sind, was in absehbarer Zukunft passiert. Und versucht dadurch, diese ängste, dieses fehlende und erschütterte Vertrauen, durch Wissen (denn Wissen steht ja auch für Macht, und als Konsequenz dafür für Erhabenheit und Stärke) zu ersticken bzw. zu bewältigen.
    Ich denke es ist viel einfacher glücklich zu werden ... lebe nicht in der Vergangenheit, auch nicht in der Zukunft ... nur das jetzt zählt und das sollte man mit voller Kraft und Aufmerksamkeit wahr nehmen ...

    Wieso hindern uns Emotionen am „Mensch-werden“? Sind es nicht gerade sie, die uns zum Mensch machen? Empathie zum Beispiel? Oder auch die menschliche Aggression?
    Zu Beginn der Saga Mesnch waren Emotionen wie Hass, Wut, Zorn, Aggression, usw. hilfreich, es war gut im Wald vor dem Bären Wut entbrannt zu kämpfen ... heute führen wir solche Überlebenskämpfe nicht mehr, diese Störgefühle behindern uns nur in unserer sozialen Interkation ... sehr einfach erklärt ...

    Was wäre, wenn ich Ihnen sage, dass ich beides kann?
    Das weiß ich ... ich schrieb es allgemein gemeint ... sorry wenn ich Sie damit verletzte ...

    ...tue ich das nicht bereits?
    Nicht immer ... so z.B. mit der Glaubensfrage ... es gibt ein warum wir glauben ... wir wissen nun, dass niemand lenken kann 0,0000067% und trotzdem glaubt man ...

    Natürlich ist der Mensch von Natur aus neugierig, mit und ohne Gott. ABER: Ich habe das nur deswegen angebracht, diese Sichtweise, weil ich es für etwas „fatal“ halte, von wissenschaftlich sicheren Dingen zu sprechen, ohne aber jenes „Ding“ (Gott), dass man wissenschaftlich untersuchen möchte, fassen zu können. Dass man, (und würde man sich dann als die pure, tollste, genialste und höchste Stufe der Evolution verhalten), nur weil man ein paar Dinge hier auf dieser Welt (Weltkugel, Sonnensystem) wissenschaftlich mit einem bestimmten Mass an Wahrscheinlichkeit versteht, aber den Rest (Sie wissen mit Sicherheit selbst, wie unendlich gross unser Weltall ist, und dass wir nicht einmal einen Bruchteil davon rational verstehen) nur erahnen kann, auf Grund dieser Ausgangsbasis mit Sicherheit sagen kann, es würde keinen Gott geben. Scheint mir etwas „naiv“ zu sein.
    Die Größe des Alls hat nix mit der Tatsache zu tun, dass wir nur einen Bruchteil von der Zeitperiode hier wirken ... also kann niemand lenken ... oder aber wir sind diesem Wesen Schnulze ... aber selbst das würde ich nicht stehen lassen "Schnulze", denn die Natur gehorcht nicht einer Willkür, sondern einfachen mathematischen Regeln ...

    Diese Aussage müssen Sie mir bitte etwas genauer erklären...
    Werd ich, bin aber müde ... wir verschieben

    Viele Konflikte hier auf dieser Welt haben einen religiösen Hintergrund. Aber sie wären genauso da, wenn es Religion nicht geben würde, glauben Sie mir. Der Mensch würde sich dann um andere Dinge streiten. Es ist nun mal leider so, dass der Mensch auch eine „dunkle“ Seite hat. Er möchte Anerkennung haben, möchte Macht besitzen, möchte gut sein, in dem was er tut. Wir alle haben einen narzisstischen Charakter, streben danach, etwas aus unserem Leben zu machen (diese ganzen Konflikte fangen ja schon im Kleinen an), auch wenn andere dabei auf der Strecke liegen. Man möchte der Schönste, Beste und Tollste sein! Zu jeder Zeit! Ein schöner Nährboden für Konflikte... oder Kriege. Die Religion stellt da nur einen „Deckmantel“ dar, glauben Sie mir...
    Störgefühle ... unsere Emotionen eben ...

    Nichtwissen ist sehr wohl ein Grund dafür, warum Menschen glauben. Das, was man nicht versteht, möchte man trotzdem erklärt haben. Ein Anlass, um Gott ins nähere Gesichtsfeld zu rücken.
    Wissen und Nichtwissen ist gleichbedeutend ... ein Gott oder die Gottesfrage hilft da nichts ...

    Kurz zusammengefasst:
    • Natur gehorcht Mathematik und keinen "Launen" ...
    • wir sind nur einen Bruchteil der gesamten Zeit anwesend, von Lenkung zu sprechen bei 0,0000067% ist ein Hohn ...
    • wir glauben, weil wir in jungen Jahren dadurch einen Vorteil haben ...
    Wir hoffen Ihnen ein bisschen geholfen zu haben und verbleiben Hochachtungsvoll



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    DDr. J.M. Belsky

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    和平

  9. #29
    Sonnenblume ist offline Denta-Beauté Forumsmitglied
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    64
    Das macht eben diese evolutionsbiologische Falle aus... wir sehen uns nach einer „Lenkung“ sowie wir als Kinder „gelenkt“ wurden...
    ...könnte es nicht auch sein, dass dieses Bedürfnis nach Lenkung bereits „in den Genen“ liegt und seinen letzten Ursprung in „Gott“ hat?

    ... wir schafften noch nicht mal eine halbe Mille... und haben schon sehr viel kaputt gemacht... dass nenne ich nicht erfolgreich
    Sie wollen also den Menschen tatsächlich mit den Dinosauriern vergleichen?

    Ich sehe den Menschen schon als hochkomplexes Wesen an, dass viele Möglichkeiten und Ressourcen in sich trägt, diese aber noch nicht wirklich nutzen kann. Eine Laune der Natur eben. Ein Spiel und Rätsel, dessen Lösung man nicht kennt.

    Mit „höchste Stufe“ der Evolution ist meiner Meinung nach das mögliche Resultat gemeint, welches der Mensch erreichen könnte. Seine Fähigkeiten (biologischer, kognitiver und emotionaler Art) mit denen er ausgestattet ist. Man muss schon zugeben, dass die Erfindung Mensch (von wem oder was auch immer sie stammt) etwas besonderes hat.

    Klar hat der Mensch vieles kaputt gemacht. Und ich denke, dass er in absehbarer Zeit noch vieles kaputt machen wird. Dinge verändern sich. Leider nicht immer zum Guten. Der Mensch ist nicht perfekt und lernt, salopp ausgedrückt, leider (nur) indem er selber „Scheisse baut“ oder sieht, wie dies andere tun. Und das ist - im Gesamten betrachtet - irgendwie auch gut so. Es mag sich vielleicht grausam anhören, aber die „gute“ Seite (ich spreche mal in Extremen) könnte ohne die „böse“ Seite nicht existieren. Und umgekehrt. Alles braucht einen Gegenpol. Schon alleine des Lernens willen. Was natürlich nicht bedeuten soll, dass dies ein Freifahrtschein für alles „Böse“ sein soll. Aber es macht es zum Teil erklärbar.

    ...manche Dinge sind evolutionstechnisch von Vorteil, andere können aber auch später zum Nachteil werden
    Aber ist das nicht immer so? Dass gute Dinge auch Nachteile mit sich bringen und umgekehrt?

    ...aber dann verstehe ich nicht, wieso wir unser Glück im Glauben suchen, wo doch das nur Leid in der Vergangenheit gebracht hat...
    Weil es einfacher, vielleicht auch ein Stück weit „bequemer“ ist? Oder weil der Glaube manchen Menschen wirklich zum Glück verhelfen kann? Glaube stärken und Kraft bringen kann? Unabhängig davon, welche Konsequenzen er in der Vergangenheit hatte?

    ...wie wäre es mal mit denken...
    naja, aber hiermit unterstellen Sie ja quasi „indirekt“ allen Gläubigen, sie würden ihren Verstand nicht benutzen, und „dumm“ einer Macht folgen, die es sowieso nicht gibt. Nicht etwas... hart, dieser Gedanke?

    „Der da sagt, dass ein Gott sei, sagt mehr, als er weiss und der das Gegenteil sagt, desgleichen“ >> Kant

    nur das Jetzt zählt und das sollte man mit voller Kraft und Aufmerksamkeit wahr nehmen
    Aber widerspricht sich das nicht mit Ihrer vorherigen Aussage? Nämlich mit dieser hier:

    aber dann verstehe ich nicht, wieso wir unser Glück im Glauben suchen, wo doch das nur Leid in der Vergangenheit gebracht hat
    Ich glaube ja, dass der Mensch zu Beidem fähig ist. Er kann Dinge tun, ohne an die Konsequenzen dabei zu denken (aus welchen Gründen auch immer, ob aus purem Egoismus, Selbstüberschätzung, oder was auch immer) und er kann sich Dingen widmen und Vergangenheit und Zukunft in sein Handeln mit Einschliessen. Ich könnte hier Aristoteles zitieren, der davon sprach, dass es immer die „goldene Mitte“ und nicht ein Extrem ist, dass uns in unserem Handeln weiter bringt

    Das weiss ich... ich schrieb es allgemein gemeint... sorry, wenn ich Sie damit verletzte...
    Keine Sorge, Sie haben mich mit dieser Aussage natürlich nicht verletzt. Deswegen auch das Smilie. War eher als lustiger Konterversuch gedacht

    Nicht immer.... so z.B. mit der Glaubensfrage... es gibt ein warum wir glauben... wir wissen nun, dass niemand lenken kann 0,0000067% und trotzdem glauben man...
    ...weil laut katholischer Auffassung zumindest Gott den Menschen (und somit wohl auch der Materie, auf der sie leben) den freien Willen geschenkt hat? Deswegen keine Lenkung möglich ist, aber der Glaube trotzdem. Verstehen Sie, wie ich das meine?
    Zudem: die Menschen glauben ja nicht nur, weil Sie diese Lenkung brauchen, oder glauben zu brauchen, (hui, jetzt wird‘s mir zu abstrakt *g*), sondern auch, weil der Glaube Sicherheit und Kraft gibt.
    Noch ein Zudem: Die Sehnsucht nach Spiritualität ist ja ebenfalls in den Genen oder zumindest mal in uns Menschen (ich wollte eigentlich Seele schreiben, aber ich glaube nicht daran, dass es eine solche gibt) verankert. Kann diese Sehnsucht nicht in ihrer letzten Ursache in Gott begründet sein? Und kein evolutionsbiologisches Erbe darstellen, sondern eher ein „gottgewolltes Etwas“ sein? Und kann diese ständige Suche nach Wissen und Verständnis, (diese Neugier, von der Sie sprachen, eine Neugier, die alle Menschen haben), nicht eigentlich die Suche nach Gott sein, bzw. ihre erste Ursache und letzte Konsequenz in Gott haben?
    Noch ein letztes Zudem: selbst Platon sprach ja schon davon. Zwar nicht von Gott im heutigen Sinne, aber er sprach von den Ideen, der Ideenwelt, der schönsten aller Ideen, die Idee des Guten. Er hat sich doch diese Suche des Menschen in der irdischen Welt, Fragen beantwortet haben zu wollen, oder wie auch immer, damit erklärt, dass der Mensch (bzw. dessen Seele) bereits im Reich der Ideen war, in dieser abstrakten, materielosen und ewigen Welt, an der Idee des Guten teil hatte, aber durch die Geburt, durch den Eintritt in die materielle, irdische und vergängliche Welt, vieles vergessen hat (warum, frage ich mich zwar auch, aber lassen wir dieses Warum unbeachtet, nur für einen kurzen Moment, um den Gedankengang dahinter verstehen zu können), aber unterbewusst dieses tiefe Bedürfnis in sich trägt, wieder zurück zu kommen, in das Reich der Ideen und an der tollsten und schönsten Idee teilzuhaben. Wissen Sie so ein bisschen, wie ich das meine?
    Natürlich würde ich Platons Ideenlehre nicht 1:1 übernehmen, aber ich finde die Idee, die dahintersteckt, nicht so abwegig und äussert interessant.

    Klar gehorcht die Natur mathematischen Regeln, das ist mir bewusst und ich wollte dies auch nicht in Frage stellen. Was ich damit sagen wollte, war folgendes: Wir verstehen ein Sandkorn dass sich in einer riesigen Kathedrale befindet. Das Sandkorn sind wir (Menschen, Weltkugel, Sonnensystem), die Kathedrale stellt den Rest dar. Kann es dann nicht doch sein, gesetzt der Tatsache, dass wir nur einen Bruchteil unseres Lebens verstehen und einordnen können (im Vergleich haben wir ja die Kathedrale, die im Gegensatz zu uns, dem Sandkorn, riesig, ja fast schon unendlich gross scheint), dass es so etwas wie einen Gott trotzdem gibt? Das es irgendwo im All Raumdimensionen gibt, die sich von unserer Raumordnung komplett unterscheiden? Dass in dieser Raumkonstellation Gesetzmässigkeiten herrschen, die sich von den unseren in allen möglichen Bereichen unterscheiden? Dass Zeit (Zeit gibt es ja eigentlich so gesehen gar nicht, aber Sie wissen denke ich, was ich damit meine) irgendwo anders langsam oder schneller ablaufen kann, oder doppelt vorhanden ist? Ich könnte mir in der Hinsicht die abstrusesten Dinge ausmalen... wenn man sich nur mal überlegt, was mit einem menschlichen Individuum passieren würde, würde es in ein schwarzes Loch gezogen werden... nur mal am Rande erwähnt

    Zudem: Sie gehen ja davon aus, dass alles aus Zufall entstanden ist und bestimmten, physikalischen Gesetzmässigkeiten (die in diesem Zufall ihre erste Ursache hatten) gehorcht. Falls ich etwas falsch verstanden habe, korrigieren Sie mich bitte

    Kennen Sie, in diesem Bezug, diese berühmte Metapher, bzw. dieses Gleichnis, Beispiel, von Sir Frederick Hoyle? Er zeigte auf Grund einer Wahrscheinlichkeitsrechnung auf, wie weit her geholt es ist, dass sich Aminosäuren zusammenfinden und eine Zelle bilden. Und um diese These zu untermauern, brachte er dazu folgendes Beispiel an. „Wenn man annähme, auf einem Schrottplatz lägen alle Einzelteile für eine Boing 747 und es fege ein Tornado darüber, dann würde mit derselben Wahrscheinlichkeit hinterher ein Flugzeug dastehen, das startbereit ist. Das Ereignis ist so zu vernachlässigen, dass sich auch nichts daran ändert, wenn das ganze Universum voller Schrottplätze wäre.“

    Wie gesagt: ich glaube auch nicht an Gott, aber wenn ich mir die Komplexität unseres Seins anschaue, unser NichtWissen oder jenen „leeren Raum“, den es noch zu erforschen gilt (Beispiel: Sandkorn/Kathedrale), dann ist der Gedanke, dass ein Gott, ein Wesen, ein metaphysisches Ding der ganz besonderen Art für Alles verantwortlich ist, nicht so abwegig.

    wir verschieben
    passt

    Störgefühle... unsere Emotionen eben
    Sie scheinen mir eine etwas negative Sicht zu haben, was den Menschen selbst anbelangt. Versteckt sich dahinter ein kleiner Misanthrop? Ist jetzt nicht böse gemeint

    Klar können Emotionen auch hinderlich sein. Wie alles auf dieser Welt gute und schlechte Seiten hat.

    Wenn man eine eklige Kindheit hatte, wird man es später sehr schwer im Leben haben und wohl nie vollkommen unbeschwert „geniessen“ können. Alles, jede Handlung und jedes Erleben, ist mit Überwindung und kaum zustande gebrachter „Frustrationstoleranz“ verbunden. Und so sehr man sich auch anstrengt, etwas zu verändern, die Emotionen (Angst, Selbsthass oder was auch immer) bleiben. So gesehen sind es dann Störgefühle. Ja.

    Selbst wenn man keine eklige Kindheit hatte, können Emotionen hinderlich sein.

    Allerdings haben Emotionen auch viele schöne Seiten. Die erste Liebe, zum Beispiel. Es gibt wohl nichts heftigeres, als Verliebt-Sein. Das Gefühl, das man hat, wenn man sich auf einem Fleckchen Erde befindet, von dem man einfach nur überwältigt ist und mit Worten nie das ausdrücken könnte, was man so eben empfindet. Und noch vieles mehr.

    Schon wieder viel zu viel geschrieben, ich entschuldige mich! Aber die Mittagspause wurde dadurch interessant ausgefüllt

    Liebe Grüsse,
    Sonnenblume
    Geändert von Sonnenblume (30.03.2011 um 19:27 Uhr)

  10. #30
    Avatar von Belsky
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    Sehr liebe Michaela!

    ...könnte es nicht auch sein, dass dieses Bedürfnis nach Lenkung bereits „in den Genen“ liegt und seinen letzten Ursprung in „Gott“ hat?
    Aha, wie kommen Sie auf einen Gott, ich lieferte Ihnen Zahlen und eine Erklärung, wieso wir glauben wollen...

    Sie wollen also den Menschen tatsächlich mit den Dinosauriern vergleichen?
    Nein, ich definierte ein Zielkriterium, für mich bedeutet eine effiziente Spezies, die lange mit der uns umgebenden Energie, in Einklang lebt. 150 Mill. Jahre ist eine verdammt lange und schöne Zeit... ob wir das so lange schaffen?

    Aber ist das nicht immer so? Dass gute Dinge auch Nachteile mit sich bringen und umgekehrt?
    Man wird sehen was evolutionsbiologisch sich durchsetzen wird, ich glaube, nur das Gute für alle wird sich durchsetzen ...

    naja, aber hiermit unterstellen Sie ja quasi „indirekt“ allen Gläubigen, sie würden ihren Verstand nicht benutzen, und „dumm“ einer Macht folgen, die es sowieso nicht gibt. Nicht etwas... hart, dieser Gedanke?
    Es gibt unterschiedliche Arten von Gläubigen, die im Vatikan und den weltlich organisierten Kirchen, sind nicht zu Missionar aktiven Menschen, z.B. im Urwald, zu vergleichen -oder?

    Zudem: die Menschen glauben ja nicht nur, weil Sie diese Lenkung brauchen, oder glauben zu brauchen, (hui, jetzt wird‘s mir zu abstrakt *g*), sondern auch, weil der Glaube Sicherheit und Kraft gibt.
    Wieso sollen mir Unwahrheiten eine Kraft geben? Ich sprechen von Zahlen, nicht glauben ...

    Noch ein Zudem: Die Sehnsucht nach Spiritualität ist ja ebenfalls in den Genen oder zumindest mal in uns Menschen (ich wollte eigentlich Seele schreiben, aber ich glaube nicht daran, dass es eine solche gibt) verankert. Kann diese Sehnsucht nicht in ihrer letzten Ursache in Gott begründet sein? Und kein evolutionsbiologisches Erbe darstellen, sondern eher ein „gottgewolltes Etwas“ sein?
    Wieso soll Evolution etwas mit einer fiktiven Figur zu tun haben?



    Noch ein letztes Zudem: selbst Platon sprach ja schon davon.
    A bisserl wissen wir schon mehr

    Zudem: Sie gehen ja davon aus, dass alles aus Zufall entstanden ist und bestimmten, physikalischen Gesetzmässigkeiten (die in diesem Zufall ihre erste Ursache hatten) gehorcht. Falls ich etwas falsch verstanden habe, korrigieren Sie mich bitte
    Zufall oder nicht, das kann man nicht wissen, aber ein Gott steckt nicht dahinter, dafür gibt’s keine Anhaltspunkte, auch nicht für Zeus, Zenon, griechisch/römische Götterwelt ... Sie kennen halt nun die abrahamtischen Religionen ... vor nicht zu langer Zeit wären Sie dafür aufs Kreuz gekommen! also da ist ein System dahinter keine Engerl, Götter der Unterwelt, Zeus oder ein anderer Schmorren ... das ist Genetik dahinter und letztendlich Energie ... mehr wissen wir jetzt nicht, aber sicher kein "Wesen" ...

    Störgefühle... unsere Emotionen eben
    Sie scheinen mir eine etwas negative Sicht zu haben, was den Menschen selbst anbelangt. Versteckt sich dahinter ein kleiner Misanthrop? Ist jetzt nicht böse gemeint
    Wut, Zorn, Hass, Angst sind Störgefühle für mich ... Totzeit ...
    Wir hoffen Ihnen ein bisschen geholfen zu haben und verbleiben Hochachtungsvoll



    im Namen des
    Denta Beauté Teams
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