Sehr geehrter Herr Belsky,
mir wurde vor 5 Monaten der 26er rausoperiert. Zwei krumme Wurzeln wollten nicht so raus, wie sie sollten, daher wurde auch am Kiefernknochen gearbeitet. Danach ist alles ohne Komplikationen verheilt
Nun steht der Zahnersatz an: Mein Zahnarzt, der mir den Zahn gezogen hat, sagt mir,
dass ein Implantat ohne Sinuslift nicht möglich sei. Es sei zu wenig Knochen da und die
Kiefernhöhle zu nah. Die benachbarten Zähne 25 und 27 (beide nicht wurzelbehandelt,
25 mit tiefer Füllung, 27 mit Krone) haben seiner Meinung nach aber genug Knochenangebot, so dass dieser Platz später, falls diese mal gezogen werden müssten, für ein Implantat in Frage kommen.
Er bezieht sich dabei auf ein Röntgenbild direkt nach dem Zahnentfernen vor 5 Monaten.
Er empfiehlt von daher eine Zirkonbrücke.
Zahnarzt Nr. 2 machte vier Monate nach dem Zahnziehen ein Panoramaröntgenbild (der andere Zahnarzt röntge damals "nur" 3-4 Zähne) und ist der Meinung, dass ein Implantat direkt möglich sei. Notfalls würde das Implantat in die Kiefernhöhle reinragen, was nicht schlimm sei. Falls nötig würde er den Knochen etwas aufbauen, was ich nicht merken würde. Einem evtl. späteren Implantat bei 25 oder 27 steht er kritisch gegenüber, da dort seiner Meinung nach viel weniger Knochenangebot besteht.
So, was soll ich denn jetzt machen lassen? Zwei Ärzte - 2 Meinungen. Beiden Ärzten vertraue ich. Oder liegt es daran, dass sich der Knochen innerhalb der letzten 4 Monate so verändern kann? Aber das müsste Zahnarzt Nr. 1 doch wissen. Der finanzielle Aspekt ist bei mir kein Entscheidungskriterium, sondern dass ich möglichst lange Ruhe habe.
Vielen Dank, Grüße
PS: Um mal was Positives zu wurzelbehandleten Zähnen zu berichten: Ich habe Einen (großen unteren Backenzahn), und ohne irgendein Mucken seit 18 Jahren, auch ohne Verfärbung. Bis jetzt hatte er eine Füllung und soll nun wegen der Stabilität überkront werden.



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