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Top-Beitragsschreiber: Belsky (4.832)
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Frage - Antwort! Thema, Oberkieferzyste in DDr. Belsky berät Sie persönlich; Hallo DDr.Belsky & Kollegen,bei mir wurde vor fünf Jahren eine ca.3 cm grosse Oberkieferzyste entfernt.Gleich nach der OP merkte ich,dass ...
  1. #1
    dodo Gast

    Oberkieferzyste

    Hallo DDr.Belsky & Kollegen,bei mir wurde vor fünf Jahren eine ca.3 cm grosse Oberkieferzyste entfernt.Gleich nach der OP merkte ich,dass was nicht in Ordnung ist.Mir lief beim Zähneputzen das Wasser im Mund aus der Nase raus.Es folgte eine zweite OP.Aber auch danach war der Schaden nicht behoben.Ich hatte ein Loch im Oberkiefer,was dann in einer dritten OP geschlossen wurde.Nur das Loch wurde mit etlichen Stichen zugenäht.Für mich war klar,dass der Schaden dadurch nicht behoben sein kann.Ich schlafe seit dem im sitzen,da sich beim liegen ein fürchterlicher Druck im Kopf aufbaut.Zudem bekomme ich auch Schweißausbrüche.Beim Schnauben kommt immer Blut aus der Nase.Außerdem bläßt die Luft beim schnauben ins Auge und ins Ohr.Zwischenzeitlich bekomme ich Schwindelanfälle.Ich war inzwischen bei 6 Kieferchirugen.Alle sagen etwas anderes.Die einen raten zu einer Knochentransplantation aus dem Becken.Die anderen raten davon ab,da es eine sehr schwierige und aufwendige OP ist.Mein Hals-Nasen-Ohrenarzt befürchtet,dass es sich um eine Mund Antrum Fistel handelt,die inzwischen chronisch ist.Heute war ich noch einmal bei einem Kieferchirugen und bat ihn um Rat.Er sagte,er kann mir zu nichts raten,das muß ich selber entscheiden.Aber wie soll ich das als Laie?Ich kann seit der ersten OP nicht mehr arbeiten.So kann es ja nicht weitergehen.Können sie mir helfen?Vielleicht eine Fachklinik nennen,die sich da auskennt?Ich wäre ihnen über eine schnelle Antwort sehr Dankbar.Liebe Grüße dodo

  2. #2
    Avatar von Belsky
    Belsky ist offline Administrator
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    03.03.2007
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    Wien
    Beiträge
    4.832

    AW: Oberkieferzyste

    Liebe(r) Dodo!

    Natürlich gehört dieser Zustand saniert, wie kann ich über das www schwer beantworten, nur soviel.

    Eine Beckenkammtransplantation ist keine schwierige Operationfür den der es kann. Damit kann man sicherlich guten Knochen gewinnen um den Defekt zu verschließen.

    Ich könnte Ihnen aber vermutlich auch noch eine andere interessante Alternative anbieten. Wir (Denta Beauté) lassen humanen Knochen in Holland speziell behandeln (mit flüssigem Stickstoff und Co). Dabei werden alle zellulären Bestandteile entfernt, danach wird nach einer patentierten Methode der verbliebene Knochen mit speziellen Antibiotika inkubiert.

    Der Vorteil für den Patienten:
    • keine neue Entnahmewunde
    • humaner Knochen, somit aus *phylogenetischer Sicht am nächsten an Ihrem Knochen, dadurch hervoragende Einheilung
    • keine systemische Antibiotika Gabe, da nur lokal Antibiotika abgegeben werden

    *die Stammesgeschichte von Lebewesen betreffend; auf die biologisch-ökologische Entwicklungsgeschichte der Menschheit, menschlicher Rassen und Völkerstämme bezogen

    Kollege Dr. Winkler (-Orthopäde) und ich behandeln sehr erfolgreich auf diese Weise Osteomyelitis Patienten. Diese kommen aus aller Welt mit bisher frustranen Sanierungsergebnissen. Ich gebe zu, dass ich ein bisschen Stolz bin auf dieses Verfahren, Sie können im Internet sicherlich mehr darüber finden - einfach im Internet Winkler, od. Belsky und Osteomyelitis eingeben.

    All dies könnte man auch in Vollnarkose anbieten, entweder in einem Belegspital oder in unserer Ordination - Sie sehen wir können etwas machen - also nicht verzweifeln.

    Für eine genauere Befundung einfach Termin ausmachen. Ich hoffe Ihnen ein bisschen geholfen zu haben ...
    Geändert von Belsky (18.04.2007 um 06:50 Uhr)
    Wir hoffen Ihnen ein bisschen geholfen zu haben und verbleiben Hochachtungsvoll



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    DDr. J.M. Belsky

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    和平

  3. #3
    dodo Gast

    Oberkieferzyste

    Hallo DDR.Belsky,bei mir wurde inzwischen 4mal eine Computertomographie und eine Kernspintomographie vom Kopf und Kiefer gemacht.Die Ärzte erkennen darauf auch,dass was nicht in Ordnung ist,können aber nicht wirklich sagen was es ist.Mein HNO-Arzt sagte mir,dass es sich vielleicht um eine offene Kieferhöhle handelt.Die Kieferhöhle ist nach der OP nicht sondiert worden.Sämtliche Ärzte sagen,dass sie nicht glauben,dass die Kieferhöhle offen ist.Wie sie darauf kommen weiß ich nicht.Beim Nasenblasversuch nach der OP blubberte es ohne Ende aus der Wunde.Heute weiß ich ,dass es ein sicheres Zeichen einer offenen Kieferhöhle ist.Aber damals wußte ich noch garnicht ,dass es offene Kieferhöhlen gibt.Erst nachdem mein HNO-Arzt mich darauf aufmerksam machte,durchstöberte ich das Internet.Wenn es so ist,lebe ich jetzt seit 6 Jahren mit einer offenen Kieferhöhle,die man eigentlich innerhalb von 24 Stunden nach Öffnung verschliessen muß.Es geht mir ja auch von Tag zu Tag schlechter.Wie lange kann so etwas noch gut gehen?Liebe Grüße Doris

  4. #4
    Avatar von Belsky
    Belsky ist offline Administrator
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    03.03.2007
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    Wien
    Beiträge
    4.832
    Liebe Dodo!

    An sich ist der Verschluss einer Verbindung Mund-, Kieferhöhle, (Mund-Antrum Verbindung / MAV) keine große Sache ... aber vorweg ein paar Erklärungen ...




    Die Kieferhöhle (rot) reicht vor allem bei älteren bis zu den Zahnwurzeln (gelb), so kann es eben bei einer Zahnextraktion vorkommen, dass es zu einer Verbindung Mund/Kieferhöhle kommt.

    Die Kieferhöhle ist normalerweise mit einem kleinen Gang mit der Nasenhöhle verbunden - das soll so sein. Die Kieferhöhlenschleimhaut besteht aus Zellen, die lauter kleine Fortsätze haben, sogenannte Zilien und weiteres produzieren diese Zellen ein Sekret.

    Das Sekret besteht aus zwei Schichten einer oberflächlichen harten "Gel" Schicht und einer unteren flüssigen "Sol" Schicht. Beim Schlag bewegen sich die Zilien einmal in der Gel Schicht, beim Rückschlag in der Sol Schicht, das führt dazu, dass das Sekret in eine Richtung, nämlich zum Gang und dann weiter in die Nase transportiert wird ... das ganze System dient also der Reinigung, abgestorbene Zellen, eventuell von der Atemluft aufgenommene Verunreinigungen, usw. werden Richtung Nase befördert .... die Kieferhöhle ist also sehr rein - fast steril ...



    Oben sehen Sie eine kleine Animation zu diesem Thema ...

    Nun ist es aber so, dass wir im Mund viele Bakterien haben, die bei einer MAV dann in die Kieferhöhle gelangen und dort eine Infektion verursachen ... das führt dazu das die Schleimhaut anschwillt der Gang "verstopft" und der ganze Kramm mit Selbstreinigung kommt zum erliegen ... wenn dieser Zustand länger besteht dann verändert sich die Kieferhöhlenschleimhaut zudem ... die Zellen verlieren aufgrund der chronischen Infektion Ihre Zilien ...




    Im CT sieht der Arzt dann keinen dunklen Fleck mehr (=Luft=so soll es sein=gesund) (grüner Pfeil), sondern er sieht einen grauen Schlier (gelber Pfeil) ... entweder die Kieferhöhlenschleimhaut ist ganz zu wie in diesem Bild links, oder die Schleimhaut ist verdickt - rechts zu sehen.

    Das Ziel ist also die MAV zu verschließen und den Selbstreinigungsmechanismus wieder in Gang zu setzten, dafür muss manchmal - wenn die Schleimhaut sehr lange verändert und „verschwollen“ ist, der natürliche Gang zur Nase etwas erweitert werden, diese Operation erfolgt über die Nase in Vollnarkose - meisten macht man beides auf einmal – MAV zu, Gang erweitern ...

    Was ist also zu tun ... MAV verschließen, vermutlich Nasengang erweitern (6 Jahre MAV ist lang ... ) und dann mit Medikamenten noch nachhelfen ... vielleicht sagt auch noch Dr. Hübel was dazu .... ich werde ihm mal den Link posten ...
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Oberkieferzyste-ct.jpg   Oberkieferzyste-ct_org.jpg   Oberkieferzyste-hoehle_org.jpg   Oberkieferzyste-kieferhoehle.jpg  
    Geändert von Belsky (15.02.2009 um 16:56 Uhr)
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    和平

  5. #5
    dodo Gast

    Oberkieferzyste

    Lieber DDr.Belsky,danke für die schnelle Antwort und die gute Erklärung.Schade,dass ihre Klinik in Wien und nicht hier bei mir in Bremen ist.Ich glaube in ihrer Klinik hätte man mir schon längst geholfen.Ich weiß garnicht,warum wir hier in Bremen,nicht so kompetente Ärzte haben.Zumindest habe ich sie hier noch nicht gefunden.Liebe Grüße Doris

  6. #6
    Avatar von Belsky
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    Wien
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    4.832
    Liebe Dodo!

    Vielen Dank für die lieben Worte - ich bin überzeugt auch in Ihrer Stadt werden Sie "Ihren" Arzt finden .... lg JB
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    和平

  7. #7
    Avatar von Hübl
    Hübl ist offline Administrator
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    33
    Hallo Dodo!

    DR.Belsky hat mich eingehend über ihr Problem informiert und um HNO ärztliche Stellungnahme gebeten, welche ich gerne abgebe.
    Eine offene Kieferhöhle (KFH) stellt eine Verbindung zwischen Mund und Nebenhöhle dar, sog. oroantrale Fistel. Hier können natürlich Speisereste, Bakterien, abgestorbene Mundschleimhaut ... vom Mund in die Kieferhöhle gelangen und dort eine entzündliche Reaktion hervorrufen. Ein Verschluss dieser Verbindung sollte immer angestrebt werden. Dies ist, wie bereits Dr. Belsky erwähnt hat, keine große Sache und kann auch in Lokalanästhesie, sofern das Loch nicht zu groß ist, durchgeführt werden. Sollte jedoch die KFH eine gröbere Pathologie zeigen, so ist in diesem Fall sicherlich zu einer Sanierung derselben zu raten, welche in der Regel von der Nase her (also endonasal) vom HNOarzt durchgeführt wird. Dies geschieht normalerweise in Allgemein (Voll) narkose. Im Rahmen dieses Eingriffes, der postoperativ praktisch keine Beschwerden verursacht, kann natürlich auch gleich der Verschluss der Verbindung zw. Mund und KFH durchgeführt werden.
    Ich wünsche ihnen alles Gute für die Zukunft!
    Ihr
    Dr.Hübl
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    Infos auch unter: http://www.hnoarzt.cc
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    Wir hoffen Ihnen trotzdem ein bisschen geholfen zu haben und verbleiben Hochachtungsvoll


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