Keine Burgen auf Sand bauen!
Parodontitis
Ein gesundes Parodont ist Voraussetzung für alle technischen Arbeiten (Kronen, Brücken usw.)
Im oberen Bild sehen Sie das entzündete Zahnfleisch einer Patientin vor der Paro Therapie. Deutlich erkennt man die dicken, rot geschwollenen Papillen.
nach Paro Therapie
Nach der Parodontaltherapie ist das Zahnfleisch nun blass rosa, es blutet nicht und man erkennt auf dem Foto sogar wieder die feine Stipfelung.
Diese Stipfelung (unten am Foto vergrößert) ist das -Markenzeichen- von gesundem Zahnfleisch. Bei einer Entzündung verschwindet diese Stipfelung zuerst!
Gingivalstipfelung (wie Orangenhaut)
Bringen Sie zuerst das Fundament in Ordnung, bevor Sie oben (in Kronen, Brücken, ...) weiter investieren!

Mit der richtigen Beschliffart bleibt das Zahnfleisch dann auch gesund - garantiert!
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Tangentialbeschliff
Detail - Tangentialbeschlif

Der Techniker muss beim Anfertigen der Krone an den Kronenrändern eine gewisse Restbreite für die Keramik einhalten, da diese sonst brechen würde. Die Folge sind unschöne überstehende, wulstige Ränder. Um diese nicht zu sehen, werden die Beschliffgrenzen unter das Zahnfleisch gesetzt. Mit der Zahnarztsonde oder der Zahnseide bleibt man an solchen Kronenrändern hängen, auch Speisereste bleiben hängen.

Das Resultat dieses Beschliffes ist eine Zahnfleischentzündung. Über die Jahre hinweg werden aufgrund des Zahnfleisch Rückganges die Kronenränder wiederum sichtbar, die Gefahr von Wurzelkaries ist nun sehr groß.
Tangentialbeschliff
rot=Krone
grün=Klebefuge
schwarz=beschliffener Zahn
Schulterbeschliff mit breiter Zementfuge
Schulterbeschliff
Detail - Schulterbeschliff

Hier hat der Techniker zwar genügend Platz für die Keramikränder, somit stehen keine Ränder ab, leider fließt aber das Klebemittel beim Zementieren nicht so gut ab, sodass eine Breite Klebefuge entsteht. Die Gefahr, dass sich das Klebemittel (meistens Zement) mit der Zeit auswäscht und wiederum Wurzelkaries entsteht ist sehr groß.

Beachten Sie die breite Klebefuge (grün)
Die optimalste Loesung
Hohlkehlenbeschliff
Detail - Hohlkehlenbeschliff

Die optimalste Form einen Zahn mit einer Krone zu versorgen ist der Hohlkehlenbeschliff. Das Klebemittel kann gut abfließen, was eine dünne Fuge bedeutet; der Techniker hat genug Platz für die Keramik, die Ränder schließen dicht ab, Speisereste können sich nicht verfangen.

Beim Hohlkehlenbeschliff muss mit einer Lupenbrille gearbeitet werden und beim Abdruck müssen bestimmte Kriterien beachtet werden. Diese Technik erfordert daher einen größeren Arbeitsaufwand.

Je nach Wahl der Beschliffform kann eine Krone fünf oder 30 Jahre und mehr halten. Der Patienten kann beim Betrachten der Gipsmodelle die Beschliffform überprüfen und mit dem Zahnarzt besprechen.
Das Zahnfleisch bei diesem Patienten ist schon deutlich zurück gegangen.

Zu sehen sind die freiliegenden Kronen Ränder, teilweise ist die Keramik abgesprungen.
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Tangentialbeschliff - Kronenraender noch unter dem Zahnfleisch
Eine junge Patientin mit tangential beschliffenen Zähnen, die Kronenränder wurden unter das Zahnfleisch gelegt. Das Zahnfleisch um die Krone im Ober- und Unterkiefer ist livid verfärbt. Bei Berührung erfolgt spontane Blutung.
Veraltet
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Sehr schnell und einfach ist der so genannte Tangentialbeschliff. Der Zahn wird einfach abgeschrägt.
Eine andere Möglichkeit ist der so genannte Stufenbeschliff, auch dieser ist relativ schnell umgesetzt.
Im Hohlkehlenbeschliff sind die Vorteile der anderen Beschliffe vereinigt und die Nachteile beseitigt, jedoch ist diese Variante die Aufwendigste.
Generell versucht man heute soviel Zahnhartsubstanz wie nur möglich zu erhalten - das Schlagwort lautet „minimal invasive Präparation“.
Kronen sind daher nur mehr selten nötig, es werden immer häufiger “Teilkronen” angefertigt. Im Fachjargon unterscheidet man zwischen Inlays und Veneers.
Nur wenn zu viel von der Zahnsubstanz beschädigt ist, ist eine Krone häufig die einzige Möglichkeit den Zahn noch zu erhalten.
Für einen Kronen- oder Brückenbeschliff gibt es verschiedene Möglichkeiten.
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